Mazda 787B - Sieg in Le Mans vor 25 Jahren

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Klassiker

- Bis heute einziger japanischer Le Mans Sieg
- erster und einziger Sieg mit Wankelmotor
- 710 PS aus drei Wankel-Rotorscheiben
- 787B trat in heiß umkämpfter Gruppe C an
- am Steuer: Weidler, Gachot und Herbert

 
Am vergangenen Wochenende wurde Rennsportgeschichte geschrieben - allerdings anders, als sich das mancher Beteiligter vorgestellt oder gar gewünscht hätte. Bis sieben Minuten vor der Zielflagge des 24-Stunden-Rennens im französischen Le Mans führte Toyota das Rennen an und hätte sich somit als gerademal zweiter japanischer Hersteller in die Siegerliste des Langstreckenklassikers eingetragen. Doch es kam alles anders. Das führende Auto verlor in der vorletzten Runde plötzlich Leistung und musste vor der Boxengasse stehenbleiben, um mittels WLAN-Verbindung die Computer neustarten zu können. Auch das half letztlich nicht und so gewann Porsche zum achtzehnten Mal in der Markengeschichte.

Dabei hätte alles so schön passen können. Vor fast exakt 25 Jahren, am 23. Juni 1991, rollte mit dem Mazda 787B zum ersten und bislang auch letzten Mal ein japanisches Auto auf Rang 1 über die Ziellinie. In den Vorjahren hatte Mazda mit dem 767 und dem 787 bereits Erfahrungen gesammelt. Dabei ging es nicht nur um die möglichst windschnittige Form nach Gruppe-C-Reglement, sondern vor allem um den für Rennautos ungewöhnlichen Antrieb mittels eines Vierscheiben-Wankelmotors mit umgerechnet 2,6 Litern Hubraum.

Während der ersten 20 Stunden lagen die Mitbewerber von Jaguar, Peugeot und Sauber Mercedes-Benz vorn, fielen jedoch durch zu hohen Verbrauch (Jaguar) oder technische Defekte zurück oder ganz aus. So setzte sich in der einundzwanzigsten Stunde der rot-grün lackierte Mazda 787B an die Spitze des Feldes und verteidigte diese Position bis zur Zielflagge. Am Ende hatten die Japaner zwei Runden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Jaguar. Das weiß-blau lackierte Schwesterfahrzeug kam auf Rang sechs, ein Vorjahres-787 auf Platz acht ins Ziel.

2011 brachte Mazda den originalen Siegerwagen aus dem Werksmuseum in Hiroshima nochmal mit nach Le Mans, um zum 20-jährigen Jubiläum ein paar schnelle Runden zu drehen. Am Steuer saß dabei kein geringerer als Johnny Herbert, der 1991 zusammen mit Bertrand Gachot und Volker Weidler den Sieg eingefahren hatte. Einen kleinen Einblick in die hochfrequente Welt des 522 kW/710 PS starken 787B liefert das dabei entstandene Video:


Quelle: Mazda
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