50 Jahre Alfa Romeo 33 Stradale - Roter Renner

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Klassiker

- Rassiger Sportwagen auf Rennwagenbasis
- Tipo 33 bis in die 1970er hinein erfolgreich
- Stradale-Version bis 1969 selten gebaut
- von 18 Chassis heute noch 13 bekannt
- fünf davon tragen einzigartige Karosserien
 


Am 31. August 1967 präsentierte Alfa Romeo im Rahmen des Formel-1-Rennens im italienischen Monza einen neuen Straßensportwagen, den wohl kaum jemand von der Mailänder Marke erwartet hätte. Dabei handelte es sich um die Straßenversion des bereits seit Anfang des Jahres genutzten Tipo 33, mit dem man die Sportwagen-Weltmeisterschaft aufmischte. Er zeigte ein Mittelmotorkonzept und eine rassige Karosserie, wobei die Rennvarianten im Laufe der Jahre sowohl als Coupé als auch als Spider unterwegs waren.

Knappe Coupé-Karosserie, 230 PS, V8-Motor
Beim 33 Stradale überzieht eine eng geschnittene Coupé-Karosserie mit an der A-Säule angeschlagenen Schmetterlingstüren, gestaltet von Franco Scaglione, den Rahmen. Optische Anleihen finden sich heute beispielsweise wieder beim 4C. Hinter den beiden Passagieren findet sich ein 230 PS starkes V8-Triebwerk. In Kombination mit dem geringen Leergewicht von lediglich 700 Kilogramm geht es damit in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Aufgrund der Rennerfolge titelte die Werbung: "Ein nur oberflächlich domestizierter Rennwagen mit Straßenzulassung".

Von 18 Chassis sind heute noch 13 bekannt
Während die Rennversionen des Tipo 33 bis in die späten 1970er Jahre hinein weltweit von Erfolg zu Erfolg fuhren blieb die Straßenvariante bis 1969 eine seltene Erscheinung. Insgesamt entstanden laut mehreren Quellen offenbar nur 18 Chassis, von denen jedoch maximal 12 die Scaglione-Karosserie erhielten. Acht davon sind heute noch bekannt, darunter der Werksprototyp im Museum in Arese. Von den verbleibenden sechs Chassis gingen fünf an die Karosseriebauer Bertone, Pininfarina und Italdesign Giugiaro. Dort wurden sie in aufsehenerregende Unikate wie den Bertone Carabo, den Italdesign Iguana oder den Pininfarina Cuneo verwandelt wurden. Letzterer erhielt dabei vermutlich das Chassis des bereits 1968 gezeigten P33 Sport Roadsters. Hierzu gibt es jedoch selbst in Italien keine Aufzeichnungen mehr.

Sonderausstellung im Museo Storico in Arese
Sowohl der 33 Stradale als auch die fünf Designunikate und diverse Entwicklungsstufen des Rennwagens, beispielsweise der 33/2 Daytona, der 33/3, der 33 TT12 oder der 33 SC12 stehen aktuell in einer Sonderausstellung im Alfa Romeo Museo Storico am ehemaligen Werk in Arese. Die Ausstellung hört auf den Namen '33 - La bellezza necessaria' (33 - Die notwendige Schönheit). Eine bessere Chance, soviele Exemplare dieses italienischen Sportwagens auf einmal zu sehen, wird es vermutlich so schnell nicht wieder geben. Für die Rennwagen gelten je nach individueller Historie inzwischen Marktwerte zwischen zwei und fünf Millionen Euro, der Stradale wird von Experten im Bereich von zehn Millionen Euro geschätzt, wobei lange keiner mehr öffentlich den Besitzer gewechselt hat.

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Quelle: Alfa Romeo

 

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