70 Jahre Maserati GTs - Italienische Reisecoupés

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Klassiker

- Erster Maserati-Sportwagen wird 70
- A6 1500 war Reisecoupé für die Straße
- zuvor baute Maserati nur Rennwagen
- Rückblick auf 70 Jahre GTs aus Modena
- vom 3500 GT bis zum GranTurismo
 


Zur Markteinführung des GranTurismo und GranCabrio mit der neuesten Modellpflege widmet sich Maserati der Markenhistorie. Bereits seit 70 Jahren rollen aus Modena sportliche Reisecoupés heran, die im Volksmund als 'GT', 'Gran Turismo' oder 'Grand Tourer' bezeichnet werden. Mit sieben besonderen Modellen aus den sieben Jahrzehnten wirft man einen Blick zurück. Aus unserer Sicht ist es allerdings schade, dass man dabei die 1980er mit den verschiedenen Biturbo-Ablegern komplett überspringt.
 
A6 1500
Im Jahr 1947 entschloss sich die Geschäftsführung von Maserati dazu, neben den bisher erfolgreich angebotenen Rennwagen auch Straßensportwagen aufzulegen. Den Anfang machte dabei der A6 1500, den man auf dem Genfer Salon vorstellte. Als Antrieb diente ihm ein 1,5 Liter großer Reihensechszylindermotor mit 65 PS. Für die Formgebung zeichnete Pinin Farina (damals noch getrennt geschrieben) verantwortlich.
 
3500 GT
Zehn Jahre nach den ersten Straßenmodellen erschien mit dem 3500 GT Maseratis erster reiner Sportwagen für Privatkunden. Zuvor basierten alle Modelle noch auf Rennfahrzeugen und waren nur geringfügig domestiziert. Weiterhin findet sich ein Reihensechszylinder unter der Motorhaube, der nun jedoch aus 3,5 Litern Hubraum 230 PS kitzelt.
 
5000 GT
Nachdem 1958 der Schah von Persien bei Maserati nach einem leistungsstärkeren Sportwagen oberhalb des 3500 GT angefragt hatte, entstand auf dessen Basis mit dem V8-Motor des 450S der 5000 GT. Er ist einer der seltensten Vertreter im Kreise der Modeneser Straßensportwagen, da lediglich 34 Exemplare entstanden sind.

Ghibli
Bereits 1967 brachte Maserati mit dem Ghibli ein von Giorgetto Giugiaro radikal keilförmig gestaltetes Fahrzeug ins Modellprogramm, das sich von den vorherigen Modellen deutlich abhob, zugleich jedoch klar den Zeitgeist traf. In unserer Bildergalerie ist ein Ghibli SS von 1970 zu sehen. Der erhielt einen auf 4,9 Liter vergrößerten V8-Motor mit 335 PS.

Khamsin
Die Nachfolge des Ghibli trat erneut ein Modell an, das nach einem Wüstenwind benannt wurde: Der Khamsin. Erneut nutzte man eine Keilform, die nun jedoch von Marcello Gandini stammte - Fans kennen ihn durch den Lamborghini Miura oder den Lancia Stratos. Im Motorraum verbarg sich weiterhin das 4,9 Liter große V8-Triebwerk, allerdings mit nur 320 PS.

3200 GT
Nach der Biturbo-Ära in den 80er und frühen 90er Jahren und der Übernahme durch den Fiat-Konzern kehrte Maserati mit dem 3200 GT zu Giorgetto Giugiaro und dessen Designhaus Italdesign zurück. Als klassischer GT mit langer Motorhaube und fließender Dachlinie konnte der Neuling schnell viele Markenfans begeistern. Eine Besonderheit waren die Boomerang-förmigen Rückleuchten, die mit dem Facelift zum 4200 GT (offiziell nur 'Coupé' genannt) verschwanden. Als Antrieb diente ein Biturbo-V8 mit 3,2 Litern Hubraum und 370 PS.

GranTurismo
Zehn Jahre ist es her, dass Maserati den GranTurismo offiziell als Nachfolger des 4200 GT/Coupé präsentierte. Seither erhielt der Wagen diverse Faceliftings und Modellpflegen, zuletzt vor rund einem Monat. Die ersten Exemplare des 2018er Modelljahres rollen nun zu den Händlern. In ihrer Grundform stammt die Karosserie von Pininfarina. Unter der Haube gab es eine Rückkehr des V8-Saugmotors, der aus 4,7 Litern Hubraum 460 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment schöpft. Er entsteht parallel zu den Ferrari-Triebwerken in Maranello, während das Fahrzeug weiterhin am Stammsitz in Modena zusammengebaut wird.

Wenn Sie mehr zum Maserati 3500 GT wissen möchten, finden Sie hier unseren Jubiläumsbericht: http://www.carsdaily.de/carsdailyklassiker/2321-60-jahre-maserati-3500-gt-erstes-serienmodell.html
Und zu einem besonderen Exemplar des Maserati 5000 GT geht es hier: http://www.carsdaily.de/carsdailyklassiker/2590-auktion-maserati-5000-gt-coupe-michelotti.html

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Quelle: Maserati

 

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