40 Jahre Porsche 928 - Das 928 Cabriolet

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Klassiker

- Einziges 928 Cabriolet vom Porsche-Werk
- 1987 auf Basis eines 928 S4 aufgebaut
- Stoffverdeck und Hardtop mit entwickelt
- keine Serienchancen durch hohe Kosten
- einige Cabrio-Aufschnitte durch Tuner
 


40 Jahre ist es her, dass Porsche mit dem 928 ein Achtzylinder-Transaxle-Modell ins Programm aufnahm. Er rundete die Palette oberhalb von 924 und 911 ab und war, trotz seiner Auslegung als komfortabler Grand Tourer, ursprünglich als Nachfolger des beliebten Elfers geplant. Allerdings hatte man in Zuffenhausen an dieser Stelle die Rechnung ohne die 'gusseisernen Fans' gemacht, die den 911 nicht ohne Kampf sterben lassen wollten. Trotzdem erreichte der 928 weltweit gute Verkaufszahlen und blieb daher bis 1995 im Portfolio, erhielt jedoch keinen Nachfolger. Den 911 erhält man bis heute, soviel zum Thema der Ablösung.
 
Im Laufe der 928-Produktion gab es natürlich einige Modifikationen an technischen und optischen Komponenten, aber auch Überlegungen für weitere Karosserievarianten neben dem reinen GT. Über den viersitzigen 928-4 von Ferry Porsche und den Sportkombi H50 mit gegenläufig öffnenden Türen haben wir bereits berichtet. 1987 entstand jedoch noch ein weiteres Fahrzeug, das bei Fans bis heute bitterlich vermisst wird: Ein 928 Cabriolet. Erste Zeichnungen hierzu finden sich im Porsche Archiv und datieren sogar zurück bis ins Jahr 1977, also der Zeit, in der die Markteinführung des Coupés erfolgte. Dabei gab es auch Ideen zu einem 928 Targa, die jedoch nicht weiter verfolgt wurden.
 
Werksseitig entstand nur ein einziger offener 928 auf Basis eines S4-Vorserienfahrzeugs. Somit stehen 4,9 Liter Hubraum, acht Brennräume und 235 kW/320 PS bereit. Interessanter ist für Fans aber zweifelsfrei das, was sich hinter und über den Sitzen abspielt. Direkt am oberen Windschutzscheibenrahmen entfernten die Porsche-Designer das serienmäßige Blechdach. Auch die Dachsäulen mittig und hinten entfielen ersatzlos. Am Heck, wo sich sonst eine große Heckscheibe und zwei seitliche Fenster erstrecken, gibt es hier einen eigens angefertigten Kofferraumdeckel, der sich formschön in die umgearbeiteten Kotflügel einfügt.
 
Anstelle der hinteren Notsitze des Coupés findet sich beim Cabriolet das Verdeckfach. Während Porsche zwar davon spricht, dass nicht nur ein passgenaues Stoffverdeck, sondern sogar ein in Wagenfarbe lackiertes Hardtop für die Studie hergestellt wurden, sind uns keinerlei Bilder der beiden Dächer bekannt. Auch beim diesjährigen Oldtimer Grand Prix zeigte man das Fahrzeug ausschließlich offen. Eine Serienfertigung verwarfen die entscheidenden Köpfe der Marke schließlich im Mai 1988, da die Entwicklung zu teuer und die Marktnische nach eigener Einschätzung zu klein gewesen wäre. Hinzu kamen generelle Umsatzeinbußen bei Porsche, die zusätzliche Modelle überflüssig erscheinen ließen. Kunden, die dennoch einen offenen 928 wünschten, mussten daher zu Tuningbetrieben wie BB, Gemballa oder Strosek gehen.
 
Technische Daten
Motor V8-Saugmotor
Hubraum 4.957 ccm
Leistung 235 kW/320 PS
Drehmoment 430 Newtonmeter
Vmax 270 km/h
Getriebe 5 Gänge manuell
Länge 4.520 mm
Breite 1.836 mm
Höhe 1.282 mm
Radstand 2.500 mm
Leergewicht (Coupé) 1.580 kg


Hier finden Sie unseren Bericht zum 928-4 S von Ferry Porsche: http://www.carsdaily.de/carsdailyklassiker/2584-40-jahre-porsche-928-der-928-4-s-fuer-ferry.html

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Quelle: Porsche, Matthias Kierse (7 Fotos)

 

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