Office-K Rolls-Royce Wraith - Japanischer Style

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Tuning aus einem anderen Kulturkreis
- hierzulande wohl eher unverkäuflich
- Rolls-Royce Wraith mit Goldakzenten
- neue Schürzen und Schweller rundum
- 24 Zoll großer Forgiato-Radsatz



Ab und an tut bekanntlich ein Blick über den gewohnten Tellerrand ganz gut. Man entdeckt neue Horizonte. Und selbst wenn einem nicht alles gefällt, was man dabei sieht, so hat man doch eine Menge neuer Eindrücke und sieht anschließend das gewohnte Umfeld mit anderen Augen. Aus diesem Grund möchten wir uns heute einmal exemplarisch mit der Tuningszene im automobilen Japan befassen und ziehen dazu einen durch Office-K veredelten Rolls-Royce Wraith heran.

Während es hierzulande durchaus üblich ist, ein luxuriöses Auto vom Schlage eines Rolls-Royce wenn überhaupt dann komplett zu überarbeiten, also neben der Optik auch die Technik aufzuwerten, ist letzteres in Japan eher selten vertreten. Der Grund dafür ist einfach: Aufgrund des strengen Tempolimits von 100 km/h auf den Schnellstraßen können selbst die werksseitigen Leistungsreserven der heutigen Sport- und Luxusfahrzeuge nicht gänzlich ausgeschöpft werden. Ein motorseitiges Tuning wäre also rausgeschmissenes Geld - was nicht heißen soll, dass es in Japan keine Motorentuner geben würde, das optische Tuning ist nur häufiger anzutreffen.

Und genau hier finden wir dann den nächsten Unterschied zu unserer Kultur. Während in Europa große Luxusfahrzeuge wie der Rolls-Royce Wraith am liebsten in zurückhaltenden Lackierungen gekauft werden, damit man im Verkehr nicht über Gebühr auffällt, gibt es im asiatischen und speziell japanischen Kulturkreis genügend reiche Personen, die genau diese Auffälligkeit lieben und durch gezieltes Tuning noch mehr in den Vordergrund rücken möchten.

Somit kommt das von Office-K für den Wraith präsentierte Tuningkit genau mit den richtigen Teilen. Alle serienmäßigen Chromteile erstrahlen hier in Gold. Hinzu kommen neue Schürzen an Front und Heck, an denen vorn eine Spoilerlippe und hinten ein Diffusoreinsatz verbaut ist. Durch tiefer heruntergezogene Schwellerleisten und eine Spoilerkante auf der Kofferraumklappe wird der sportliche Look komplettiert. In den Radhäusern sitzen 24 Zoll große Leichtmetallräder aus dem Hause Forgiato. Diese sind wie die gesamte Karosserie in glänzendem Weiß lackiert und erhielten ebenfalls goldene Akzente.

In Deutschland würde diese Art der Veredelung vermutlich nur wenige Fans geschweige denn Käufer finden. Aber so hat eben jeder Kulturkreis seine Besonderheiten, ob kulinarisch, religiös oder automobil.

Quelle: Office-K