Wimmer KTM X-Bow GT - Leistungssportler

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Aufwändiges Motortuning auf 485 PS
- Carbon-Heckflügel für mehr Abtrieb
- Vorstellung mit zwei weiteren X-Bow auf der Essen Motorshow

 
 
Neben dem Kerngeschäft mit klassischem Motor- und Chiptuning hat sich Wimmer aus Solingen inzwischen auch einen Status als KW-Kompetenzpartner und Servicestützpunkt für den KTM X-Bow erarbeitet. Der leichtgewichtige Sportwagen aus Österreich erfreut sich inzwischen einer großen Fangemeinde, die jedoch auch gern einmal die Frage nach mehr Leistung aufkommen lässt. Was lag für Wimmer da nahe? Richtig, man nahm den Sportwagen genauer unter die Lupe und präsentiert das Ergebnis in gleich dreifacher Form ab dem 29. November auf der Essen Motorshow. Bereits vorab zeigen wir Ihnen hier den X-Bow GT nach der Leistungskur.

Exterieur

Es mag Leser geben, die den KTM X-Bow bislang nicht kannten. Daher möchten wir hier kurz umreißen, um was es bei diesem Sportwagen geht. Die ursprüngliche Idee war ein kompromissloses Trackday-Fahrzeug, mit dem man auf eigener Achse zu den Veranstaltungen anreisen kann. Gleichzeitig sollte auf alle nicht zum Fahrspaß beitragenden Bauteile verzichtet werden, um das Gewicht möglichst gering zu halten. Somit flogen elektrische Verbraucher wie Radio und Klimaanlage ebenso über Bord, wie Servolenkung, ABS, Traktionskontrolle, ein Dach oder eine Windschutzscheibe. Stattdessen sprach der österreichische Hersteller eine Helmempfehlung für die Benutzung des X-Bow aus. Aufgrund vorhandener Kundennachfragen wurde 2013 eine GT-Variante mit Scheiben und einem aufsteckbaren Notverdeck nachgeschoben, die mit ein wenig Kompromissbereitschaft auch als Alltagsauto genutzt werden kann.
Eben diese Variante wurde von Wimmer nun auf vorhandene Leistungsreserven untersucht und zugleich auch optisch leicht modifiziert. Das insektenartige Grunddesign blieb unangetastet, jedoch findet sich nun am Heck ein einstellbarer Flügel, der sich auf die Gegebenheiten der jeweiligen Rennstrecke anpassen lässt, die der Fahrer unter die Räder nehmen möchte. Zudem wurde das Präsentationsfahrzeug mattgrau foliert.

Interieur

Wie bereits beschrieben ist der X-Bow ein sehr spartanisches Fahrzeug. Entsprechend übersichtlich präsentiert sich das Cockpit, in dem bis zu zwei Personen Platz finden. Die Sitzpolster sind direkt auf die Carbon-Wanne geklebt und lassen sich nicht verstellen. Stattdessen können Lenkrad und Pedalerie angepasst werden. Ansonsten gibt es ein Lenkrad, den Schalthebel für das manuelle Sechsgang-Getriebe und eine Anzeige für alle relevanten Daten während der Fahrt. Mehr braucht man(n) nicht zum glücklich sein.

Performance

Der verbaute Audi-Turbomotor erhielt von Wimmer ein aufwändiges und vollumfängliches Tuningprogramm verordnet. Ein geänderter Turbolader, eine optimierte Hochdruckpumpe, eine verbesserte Luftansaugung, eine neue Abgasanlage inklusive Metallkatalysatoren sowie diverse verbesserte interne Motorkomponenten sorgen für eine Leistungssteigerung der serienmäßigen 210 kW/285 PS auf den gewaltigen Wert von 357 kW/ 485 PS. Zugleich steigt das maximale Drehmoment um 100 auf nun 520 Newtonmeter an. Da diese Kraft auf lediglich rund 850 Kilogramm Leergewicht trifft, katapultiert der X-Bow seine Besatzung in unter 4 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h. Mit klassischen Straßenreifen auf den 18 Zoll großen Leichtmetallrädern sind Querbeschleunigungen von 1,5 G möglich - Semi-Slicks verbessern diesen Wert nochmal deutlich nach oben.

Preis

Für das Präsentationsfahrzeug ruft Wimmer einen Preis von 130.000,- € auf. Wenn Sie sich ein individuelles Fahrzeug nach Ihren Wünschen zusammenstellen, hängt der Preis von den gewählten Optionen ab.

Quelle: Wimmer Rennsporttechnik Solingen GmbH