BMW i Vision Future Interaction - Auf der CES

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Ausblick auf kommenden BMW i8 Spyder
- komplett ohne Türen und Seitenscheiben
- zwei große Farbdisplays im Interieur
- gesten- und sprachgesteuertes System
- Parkrempleraufklärung mit Kameras



Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zeigt BMW mit dem i Vision Future Interaction einen Ausblick auf gleich zwei Bereiche: Zum einen trägt die Konzeptstudie die grobe Optik des kommenden offenen i8, der als Roadster oder Spyder vermarktet werden soll. Zum anderen zeigt das Interieur das User-Interface und das vernetzte Cockpit der Zukunft.

Beginnen wir mit der Karosserie. Front und Heck zeigen deutlich die Verwandtschaft zum Hybridsportwagen i8 auf. Dass BMW hier eine offene Variante plant, ist ein schlecht gehütetes Geheimnis und wurde bereits durch das i8 Concept Spyder im Jahre 2012 angekündigt. Neu ist beim i Vision Future Interaction allerdings der Verzicht auf Türen und Seitenscheiben. Ob diese Lösung so in Serie gehen wird, darf bezweifelt werden. Vermutlich soll auf diese Weise ein besserer Blick auf das neue Cockpit gewährt werden.

Während zur Antriebstechnik kein Wort verloren wurde, beschäftigt sich der Pressetext umso mehr mit den neuen Eigenschaften des Cockpits. Hinter dem Lenkrad sitzt ein hochauflösendes Display das mit einem weiteren, geschwungenen Display in 21 Zoll Größe auf dem Armaturenbrett zusammenarbeitet. Situationsbedingt passen sich die Anzeigen an, die zudem über Gesten, Sprache und berührungsempfindliche Flächen gesteuert werden können. Bewegungen der Hände werden über das neue AirTouch-System erkannt. Somit werden die Bedienknöpfe und -schalter auf ein Minimum reduziert. Ein Head-Up-Display blendet zudem alle wichtigen Fahrinformationen in der Windschutzscheibe ein. Am Lenkrad lassen sich drei Fahrmodi aktivieren: "Pure Drive" (selbst fahren), "Assist" (aktiver Eingriff der Assistenzsysteme) und "Auto Mode" (autonomer Fahrbetrieb).

Unter der Überschrift "Internet of Things" fasst BMW alle neuen Services zusammen, die zukünftige Modelle noch stärker mit web-basierten Diensten vernetzen werden. Über die Open Mobility Cloud können die i-Fahrzeuge von Smartphones und Smartwatches aus angesteuert werden, um beispielsweise im Winter die Heizung einzuschalten oder im Sommer vor der Fahrt die Fenster zu öffnen. Anstelle von klassischen Rückspiegeln verfügt der BMW i Vision Future Interaction über das Mobility Mirror System, das zugleich die Bilder der Rückfahrkameras und Tagesinformationen wie den persönlichen Kalender, den Energiestatus des Smarthomes, den Ladestatus des Fahrzeugs, weitere Mobilitätsinformationen und die Wettervorhersage anzeigen kann.
 
Die Bilder der im Fahrzeug verbauten Kamera können dank Remote 3D View auf vernetzte Endgeräte gestreamt werden. So behält der Fahrzeugbesitzer die Umgebung rund um den Wagen im Auge. Es wird beispielsweise auch durch das neue Bumper Detect System aktiviert, das auf Parkrempler reagiert. Auf diese Weise können Bilder des Unfallverursachers erstellt werden. Auch Bewegungen durch unbefugtes Öffnen der Türen werden registriert und auf Video aufgenommen.

Quelle: BMW