McLaren 675LT JVCKenwood Concept

Geschrieben von Kay Andresen am . Veröffentlicht in News

- Unikat des 675LT mit JVCKenwood-Teilen
- außen lediglich neue silberne Streifen
- komplett neues Armaturenbrett innen
- Sportlenkrad aus dem McLaren P1 GTR
- neueste Caroptronics-Version verbaut

Der britische Sportwagenhersteller McLaren präsentierte jetzt auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas mit dem 675LT JVCKenwood Concept eine interessante Studie mit neuen Denkansätzen, die gleichzeitig auch die 25-jährige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen feiern soll.

Exterieur

Basis für die Studie ist, wie der Name es verrät, der auf 500 Einheiten limitierte McLaren 675LT. Das Team um McLaren-Chefdesigner Peter Wilkens veränderte am Äußeren des Sportwagens nichts. Lediglich ein silberner Zierstreifen, der am McLaren-Logo auf der Fronthaube beginnt, dann längs in der Mitte über das Fahrzeug bis zur Longtail-Airbrake am Heck führt und mit dem Schriftzug des Entwicklungspartners versehen ist, weist auf des Concept Car hin. Ein weiterer Streifen findet sich an der Unterkante der Türen und verschwindet dann in den großen Lufteinlässen des Motors. An den Türen befinden sich statt Aussenspiegeln zwei Rückfahrkameras, die durch eine dritte im Heck des Fahrzeugs ergänzt werden - zur Technik später mehr. Die Designer konzentrierten sich in Zusammenarbeit mit den Experten von JVCKenwood vielmehr auf das

Interieur

Im Inneren des McLaren 675LT JVCKenwood Concept sind erheblich größere Unterschiede zum Basismodell zu erkennen. Das Interieur eines Sportwagens von McLaren ist bereits in der Serie puristisch und auf Gewichtseinsparung ausgelegt. Der 675LT betont diese Auslegung noch einmal mehr und ist somit die perfekte Basis für das neue Concept Car. Bei der Gestaltung des Innenraums der Studie verwendeten die Designteams eine Mischung aus klassischen McLaren-Materialien sowie innovativen neuen Stoffen. Das Ergebnis ist noch gut als McLaren erkennbar, führt aber das Design auf eine neue Ebene und lässt Rückschlüsse darauf zu, wie zukünftige Sportwagen des britischen Herstellers im Inneren aussehen könnten.
Der obere Teil des Armaturenbretts und der Türen sind mit schwarzem Nappaleder bezogen, der Bereich genau vor dem Fahrer mit einem neuentwickelten Material mit einer wachsartigen Oberfläche, um Reflexionen zu vermeiden. Der darunterliegende hellgraue Streifen lässt das Armaturenbrett schwebend erscheinen. Die klassische Mittelkonsole inklusive der im 675LT ohnehin auf Wunsch verzichtbaren Klimaanlage entfernten die Designer, um einerseits ein geräumigeres Gefühl im Innenraum zu erhalten und andererseits Gewicht einzusparen. Der Fahrer steuert das Concept Car mit dem Lenkrad aus dem exklusivsten Modell der derzeitigen Palette von McLaren, dem P1 GTR. Dieses direkt aus dem Rennsport stammende Volant enthält sämtliche Bedienungselemente in der Mitte. Die Fahrinformationen erhält der Fahrer ausschließlich über ein hochauflösendes Head-Up-Display mit von Kampfjets inspirierten Grafiken. Herkömmliche Instrumente sind somit überflüssig und daher auch nicht vorhanden. An ihrer Stelle befindet sich eine mit satinmattem Carbon eingerahmte Belüftungsöffnung, um Kühlluft direkt zum Fahrer zu leiten. Die Sportsitze sind in der Mitte mit einem neuartigen und sehr strapazierfähigem Stoffmaterial bezogen, an den Wangen mit Calypso Orange farbigem Nappaleder. Weitere Akzente in dieser Farbe setzten die Designer mit den am Getriebetunnel montierten Beinstützen und an der Umrandung des Start-Stopp-Knopfes am Lenkrad.
Die japanischen Ingenieure von JVCKenwood verbauten die letze Version ihres Caroptronics Systems, bestehend aus mehreren verschieden Komponenten, im McLaren 675LT Concept. Das bereits angesprochen All-In-One-Head-Up-Display (HUD) System stellt dem Fahrer alle notwendigen Informationen zur Verfügung, ohne dass dieser den Blick von der Straße nehmen muss. In Verbindung mit dem Head-Up-Display ermittelt das integrierte ADAS (Advanced Driver Assistance System) die in der Umgebung befindlichen Fahrzeuge und informiert den Fahrer entspechend über das Display. Der DRVM (Digital Rear View Mirror) besteht aus den bereits angesprochenen Rückfahrkameras, deren Aufnahmen in einem digital zusammengefassten Bild auf einem über dem Fahrer befindlichen Monitor erscheinen. Diese Technik erstellt ein breites Sichtfeld hinter und neben dem Fahrzeug und hilft, den toten Winkel erheblich zu verkleinern.

Performance

Technische Veränderungen im Vergleich zu der Serienvariante des McLaren 675 LT hat das Concept Car nicht. Somit stehen 675 PS aus einem 3,8 Liter großen V8-Biturbomotor für den Vortrieb zur Verfügung.

Preis

Der McLaren 675 LT JVCKenwood Concept ist eine unverkäufliche Studie. Die auf 500 Exemplare limitierte Serienvariante ist bereits komplett ausverkauft.

Quelle: McLaren