Venturi America - Beach-Buggy mit Elektropower

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- 400 PS starker Elektroantrieb
- limitierte Auflage von 25 Exemplaren
- reines Spaßauto im Stil legendärer Beach-Buggies

 
 
Einigen Autofans mag Venturi noch aus den 1980er und 90er Jahren bekannt sein. Damals stellte die Marke in Frankreich interessante Sportwagen mit V6-Motoren her, die in homöopathischen Dosen auch nach Deutschland gelangten. Seit Anfang des neuen Jahrtausends ist der Firmensitz unter neuer Leitung in Monaco, während die Fertigung weiterhin in Le Mans geschieht, wo man sich ganz und gar dem Bau von Elektrosportwagen verschrieben hat. Den Anfang machte der Fetish. Auf dem Pariser Autosalon wurde nun mit dem America ein neues Modell vorgestellt.

Exterieur

Bereits vor zwei Jahren stellte Venturi den America als Konzeptstudie in Paris vor. Aus dem Ausstellungsstück ist inzwischen ein Serienfahrzeug geworden, bei dem alle Designdetails erhalten geblieben sind. Da die Elektromotoren keine riesigen Kühler an der Front benötigen, können die entsprechenden Lufteinlässe recht klein ausfallen. In der zentralen Öffnung in der Front ist das V-Logo von Venturi formal integriert worden. Trotz seiner Bodenfreiheit von 280 Millimetern und den bulligen Radhäusern ist ein sportliches Karosseriedesign gelungen. Im Stile der legendären Beach-Buggies wurde auf ein Dach oder konventionelle Türen verzichtet. Allerdings verbaut Venturi aus Sicherheitsgründen einen längs verlaufenden Überrollbügel und zu öffnende Holme auf Schulterhöhe.
Spätestens der Blick auf die Heckpartie macht deutlich, dass hier kein konventionelles Auto mit Verbrennungsantrieb vorfährt. Glatte Flächen, kleine Rückleuchten und keinerlei Auspuffendrohr sorgen für ungewohnte Ansichten. Oberhalb einer zentralen, V-förmigen Öffnung findet sich als einziger Schmuck der Modellschriftzug. In den Radhäusern sitzen 20 Zoll große Räder mit Michelin Latitude Sport Bereifung. Die Carbon-Karosserieteile sitzen auf einem Chassis aus Carbon, Kevlar und Aluminium. Je nach Kundenwunsch kommt der America einfarbig oder in verschiedenen Bicolor-Varianten.

Interieur

Der Innenraum des Venturi America bietet zwei Personen Platz, die auf der Fahrt auf nichts verzichten müssen - außer vielleicht auf Regenschutz von oben. Die bequemen Sportsitze und das restliche Cockpit können farblich an die Lackierung der Karosserie angepasst oder in Kontrastfarbtönen bestellt werden. Etwas ungewohnt dürfte die Richtung sein, in der man die Dreipunktgurte anlegt: Von innen nach außen. Anstelle von typischen Rundinstrumenten sitzt hinter dem Lenkrad ein digitales Display, auf dem alle wichtigen Informationen auf Knopfdruck angezeigt werden können. Oberhalb des Mitteltunnels sitzt zentral auf dem Armaturenbrett ein weiteres Display, über das alle Komfortoptionen des America gesteuert werden.

Performance

Der im Venturi America verbaute Elektromotor bringt es auf 295 Kilowatt, was umgerechnet 400 PS entspricht. Wichtiger als dieser Wert ist bei Elektroautos allerdings das maximale Drehmoment. Dieses steht hier direkt ab der ersten Motorumdrehung zur Verfügung und baut sich nicht erst langsam auf wie man es vom Verbrennungsmotor gewöhnt ist. Beim America liegt es bei 480 Newtonmetern, die bei voll durchgetretenem Gaspedal für eine Beschleunigungszeit von 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sowie glatten 14 Sekunden auf 200 sorgen. Maximal sind 220 km/h möglich. Allerdings macht der Wagen auf kurvigen Landstraßen, wo man zwischen den Biegungen beschleunigen kann, deutlich mehr Spaß. Durchschnittlich reicht eine Akkuladung für 250 Kilometer Reichweite. Danach muss der Venturi für 3 1/2 Stunden an die Ladestation.

Preis

Venturi wird lediglich 25 Exemplare des neuen America bauen, die zu einem Stückpreis von 362.750,- € erhältlich sind.

Quelle: Venturi