Avatar Roadster - Premiere in Birmingham

Geschrieben von Kay Andresen am . Veröffentlicht in News

- Radikaler Sportwagen für Sportfahrer
- für Trackdays und den Weg dorthin
- aerodynamischer Feinschliff von McBeath
- angetrieben durch 2-Liter-EcoBoost-Motor
- 2,3-Liter-EcoBoost mit 350 PS folgt später

Avatar verkörpert den Geist des modernen britischen Sportwagens für ein puristisches Fahrvergnügen. So kündigt die Race & Track Division von Marlin Sportscars ihr erstes Produkt für die Straße an. Der Avatar Roadster wird in Kürze auf der Autosport International Show in Birmingham (14. bis 17. Januar 2016) sein Debüt geben.

Exterieur

Viel verraten die ersten Teaser noch nicht, man kann jedoch die Silhouette eines offenen Sportwagens erkennen. Die mit 3,66 Metern Länge sehr kompakte Karosserie ist aus Kunststoff gefertigt, baut auf einem neuentwickelten Gitterrohrrahmen auf und besteht aus vier Teilen. Front- und Heckpartie können für Servicearbeiten innerhalb von weniger als 30 Sekunden entfernt werden. Das teilweise sichtbare Heck des Fahrzeugs erinnert an frühere Can-Am-Rennwagen und zeigt einen mittig angebrachten Auspuff. Seinen aerodynamischen Feinschliff erhielt der Avatar Roadster vom anerkannten Spezialisten Simon McBeath. Für die Fahrt von der Rennstrecke nach Hause kündigt der Hersteller ein optionales "drive me home"-Dach an, das als Notverdeck für Regenfahrten zu verstehen sein dürfte.

Interieur

Bilder vom Innenraum hat Avatar noch nicht veröffentlicht. Es wird nur verraten, dass der Fahrer recht weit zur Mitte innerhalb des Gitterrohrrahmens untergebracht ist und daneben noch eine Staumöglichkeit für das "drive me home"-Verdeck vorhanden sein soll.

Performance

Motormäßig greift der Hersteller des neuen Roadsters wie viele britische Kleinserienhersteller auf bewährte Ford-Technik zurück. Das Basismodell erhält den 2-Liter-Ecoboost-Motor, der im Avatar
185 kW/252 PS leistet und 400 Newtonmeter Drehmoment bietet. Das Triebwerk ist längs hinter dem Fahrer montiert und treibt über ein Fünfganggetriebe die Hinterräder an. Für den britischen Standardsprint von 0 auf 60 mph (96 km/h) gibt der Hersteller eine Zeit von 3,9 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 150 mph, knapp über 240 km/h liegen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch der 2,3 Liter große EcoBoost-Motor mit 257 kW/350 PS, der aus dem aktuellen Ford Focus RS und dem Basismodell des Mustang bekannt ist, im Avatar verfügbar sein. In Verbindung mit dem 2,3-Liter-Motor verfügt der Avatar über ein Sechsganggetriebe. Fahrwerte für die stärkere Version sind noch nicht bekannt, dürften aber in Verbindung mit dem Leergewicht von nur 700 Kilogramm recht beeinfruckend ausfallen.
Avatar hat bei der Entwicklung des Roadsters den Schwerpunkt auf Performance und Rennstreckentauglichkeit gelegt und das Fahrzeug mit den aufwendigsten Fahrwerkskomponenten seiner Preisklasse ausgerüstet. So finden sich am Fahrzeug ein einstellbares Fahrwerk, Nitron-Dämpfer an der Hinterachse, ein Sperrdifferenzial des renommierten Herstellers Quaife und eine Hochleistungsbremsanlage. Ferner wird die Möglichkeit bestehen, bereits in Kundenhand befindliche Fahrzeuge weiter für den Einsatz bei Trackdays und auf der Rennstrecke aufzurüsten. Besitzer des 2-Liter-Modells können nachträglich den stärkeren EcoBoost-Motor nachrüsten und für den Rennsport einen vollständigen Überrollkäfig, Sechspunkt-Gurte, Feuerlöscher, ein leistungsgesteigertes Kühlsystem, DL1-Datenlogger und Kamera, auf den Fahrer angepasste Rennsitze mit HANS oder ein Aerodynamik-Paket im Werk einbauen lassen.
"Wir haben über 1.200 Runden auf dem anspruchsvollen Rennkurs von Castle Combe absolviert, um Performance und Qualität des Avatar zu testen", sagt Dylan Popovic, DireKtor, Designer und Werksfahrer in einer Person, und ergänzt: "Die Kunden wollen an einem Tag zur Rennstrecke fahren, dort den ganzen Tag Spaß haben und wieder nach Hause kommen, ohne die Schraubenschlüssel zu schwingen. Der Avatar wurde mit qualitativ hochwertigen Komponenten entwickelt, um genau das zu ermöglichen."

Preis

Preise für den Roadster nennt Avatar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Nach Auskunft des Herstellers liegen aber bereits vier feste Bestellungen vor. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen ab Mai 2016 geliefert werden. Für 2017 ist eine Serie von 25 Fahrzeugen geplant. Jeder Avatar Roadster verfügt über eine Garantie von drei Jahren ohne Kilometerbegrenzung. Beachtlich für ein derart rennsport-orientiertes Fahrzeug.

In einem "Pre-Delivery"-Termin mit dem Kunden wird jeder Wagen, der das Werk verlässt, individuell auf das spezifische Gewicht des Käufers, den Fahrstil und die geplante Verwendung personalisiert. "Wir wollen jeden unserer Kunden und ihre Autos persönlich kennen", so Terry Matthews, Gründer von Avatar. "Eigentümer können uns jederzeit telefonisch kontaktieren und erhalten sofort one-to-one-Support, was oft bei größeren Automobilherstellern fehlt. Wir wollen auch das Gemeinschaftsgefühl fördern, so dass zum Beispiel Avatar-Eigentümer eine Reise zusammen planen, sich alle drei Monate zu einem Kaffee und Donut treffen oder vielleicht einen Track Day auf dem Kontinent gemeinsam besuchen."

Quelle: Avatar