Dähler Roding Roadster R1 - Competition Line

Geschrieben von Kay Andresen am . Veröffentlicht in News

- Tuner Dähler bringt den Roding auf Dampf
- Karosseriekit mit gefälligerer Optik rundum
- neuer, in Wagenfarbe lackierter Heckflügel
- LS-1-Kit gut für Steigerung auf 408 PS
- bis zu 450 PS mit dem LS-2-Motortuning



Roding Roadster R1 – den meisten Automobilisten wird, mit diesem Namen konfrontiert, wohl außer einem ziemlich großen Fragezeichen nicht viel mehr einfallen. Dabei produziert die nach ihrem Heimatort in Bayern benannte Manufaktur bereits seit 2012 einen kompakten Mittelmotorsportwagen in Leichtbauweise mit Motorentechnik von BMW. Seine Weltpremiere feierte der eigenwillig designte Roadster auf dem Genfer Salon des selben Jahres noch unter dem Namen Roding Roadster R23, was auf die limitierte erste Serie von 23 Fahrzeugen hinweisen sollte. Jetzt entschloss man sich zur Zusammenarbeit mit dem wahrscheinlich bekannteren schweizer BMW-Tuner und ehemaligen Wiesmann-Importeur für die Eidgenossen, der Firma Dähler Design & Technik GmbH aus Belp bei Bern. Herausgekommen ist der Roding Roadster R1 dÄHLer Competition Line.

Exterieur

Dähler überarbeitet das Äußere des Roding gekonnt und verhilft diesem zu einem harmonischeren Auftritt. Die neue Frontschürze zeigt hexagon-förmige Lufteinlässe an den äusseren Seiten, die von der Gestaltung her an Lamborghini oder den dänischen Zenvo erinnern und die über die ganze Breite des Fahrzeugs gehenden Querrippen des Basismodells vergessen lassen. Zwei aus Karbon gefertigte Flaps an den Ecken runden das neue Design gekonnt ab. Die Grundkarosserie des Roding verändert Dähler nicht. So bleiben auch die kompakte Seitenlinie mit dem Hüftschwung hinter den Türen und die eher an einen Frontmotorsportwagen erinnernden Proportionen erhalten. Die Heckpartie zeigt dann wieder den schweizer Einfluss. Dähler verbannt auch hier die Querrippen des Serienmodells und verpasst dem Roadster entsprechend zur Front Luftöffnungen an den äußeren Kanten und einen mittig angebrachten Doppelrohrauspuff. Front- und Heckpartie sind im Gegensatz zum Schwarz des Serienmodells in Wagenfarbe ausgeführt. Ein ebenfalls in Wagenfarbe lackierter Heckflügel rundet das neue Design ab. Roding wird die veränderte Optik des kleinen Roadsters auch für die Serienvariante übernehmen.

Interieur

Am Interieur des Roadsters verändert der schweizer Tuner nichts. Es bleibt beim eng geschnittenen Cockpit, das von einem präsenten Mitteltunnel dominiert wird, aus dem hoch angebracht der Schalthebel herausragt. Die Sportsitze sind gut geformt und bieten reichlich Seitenhalt bei sportlicher Fahrweise. Durch die Mittelmotoranordnung befindet sich der mit 330 Litern für einen Sportwagen großzügig dimensionierte Kofferraum im Bug des Roding und bietet sogar eine Art Durchladeeinrichtung für Skier, die unter der hohen Mittelkonsole endet.

Performance

Ist die Serienvariante mit dem BMW-6-Zylinder-Turbomotor und 340 PS mit Sicherheit nicht schlecht aufgestellt, fühlen sich die Schweizer doch berufen, auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung in der Leistungssteigerung von BMW-Motoren hier noch eine Schippe draufzulegen. Dähler bietet für den fränkischen Roadster zwei Leistungsstufen an. Mit dem "LS 1" genannten Kit leistet der Reihen-6-Zylinder M TwinPower Turbo mit 2.979 ccm Hubraum 300 kW/408 PS und bietet 540 Newtonmeter Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Die Topvariante "LS 2" verfügt sogar über 331 kW/450 PS und 620 Newtonmeter Drehmoment. Mit dieser Motorisierung erreicht der kleine, nur 950 Kilogramm leichte Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Doch nicht nur motorisch überarbeiten die Schweizer den Roding, sondern auch eine 6-Kolben-Hochleistungsbremsanlage, eine üppigere Bereifung und ein optimiertes Fahrwerk sorgen dafür, dass die gestiegene Leistung ohne Probleme abgerufen werden kann.

Preis

Die Preise für die neu designten und leistungsgesteigerten Roadster von Roding gibt Dähler noch nicht bekannt.

Fahreindruck

Bei einer kurzen Testfahrt mit dem Serienmodell bei dessen Präsentation bei der Top Marques in Monaco 2012 zeigte sich der Roding extrem handlich und agil. Die Mittelmotorbauweise und das geringe Gewicht sorgen für puristischen Fahrspaß. Das zumindest eigenwillige Äußere des originalen Roding ist von innen nicht sichtbar. Es wird interessant sein zu erfahren, ob die schweizer Kur dem Roding neben einem erheblich harmonischerem Styling auch zu (noch) mehr Fahrspaß verholfen hat.

Quelle: Dähler