Ferrari F60 America - Nummer 1 ausgeliefert

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Erster F60 nach 1 1/2 Jahren ausgeliefert
- Fahrzeug rollt unter die Sonne Floridas
- lackiert in Blu N.A.R.T. mit weißem Streifen
- Interieur in strahlendem Rot und Schwarz
- zehn Exemplare zu je 2,5 Millionen Dollar

Mitte Oktober 2014 feierte Ferrari of North America mit einer großen Jubiläumsveranstaltung in Beverly Hills das 60 Jahre Ferrari in Nordamerika. Aus diesem Anlass wurde der auf nur zehn Exemplare limitierte Ferrari F60 America, basierend auf dem F12berlinetta präsentiert, der ausschließlich US-Ferrari-Sammlern angeboten wurde. Trotz der bestehenden technischen Basis dauerte es rund eineinhalb Jahre, bis nun das erste Exemplar in Florida an die neuen Besitzer übergeben werden konnte.

Exterieur

Durch die neue "Diapason"-Designsprache (zu deutsch "Stimmgabel"), die beim F60 America erstmals angewendet wird, unterscheidet sich der Wagen optisch deutlich vom F12. Die Form der Stimmgabel findet man mit ein wenig Fantasie im Bereich der seitlichen Luftauslässe sowie auf der Motorhaube und an den beiden Überrollbügeln hinter den Köpfen der Passagiere. Wie beim Präsentationsfahrzeug wurde auch für das erste Kundenexemplar eine Lackierung in "Blu N.A.R.T." gewählt, die mit einem breiten Längsstreifen in "Bianco Italia" überzogen ist. Dieser wird, anders als beim Vorstellungsauto, von einem schmalen roten Streifen eingerahmt. Damit erinnert der F60 America an die Rennlackierung diverser N.A.R.T.-Rennfahrzeuge (North American Racing Team) aus den 1950er und 60er Jahren.

Interieur

Innen zeigt sich der F60 America farblich zweigeteilt. Die Fahrerseite ist mit strahlend rotem, die Beifahrerseite mit schwarzem Leder bezogen. In die Sitze ist mittig ein Streifen mit der angedeuteten US-Flagge eingearbeitet, um auf das runde Jubiläum von Ferrari in Nordamerika hinzuweisen. Der Bereich rund um die Instrumentierung und die Abdeckung des Mitteltunnels sind rot lackiert. Anders als beim Präsentationsfahrzeug erhielt die Nummer 1 zudem blaue Kontrastnähte und ebenfalls in blauem Garn eingestickte Ferrari-Logos in den Kopfstützen.

Performance

Im Gegensatz zur ursprünglich gezeigten Version des F60 America erhält die Serienumsetzung nicht nur die Technik des F12berlinetta, sondern sogar jene des F12tdf. Damit leistet das 6,3 Liter große V12-Triebwerk 574 kW/780 PS und stemmt 705 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Daten zu den Fahrleistungen hat Ferrari bislang nicht veröffentlicht. Somit ist nicht klar, inwieweit sich das Beschleunigungsvermögen oder die Höchstgeschwindigkeit gegenüber dem F12tdf verändert haben.

Preis

Die zehn Exemplare des Ferrari F60 America waren bereits zum Zeitpunkt der Präsentation auf der 60-Jahr-Feier von Ferrari North America ausverkauft. Obwohl der Preis nie offiziell bekannt gegeben wurde, kursiert das Gerücht von 2,5 Millionen US-Dollar.

Quelle: Ferrari