BMW M2 MotoGP Safety Car - Sport-Sicherheit

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- BMW seit 1999 in der MotoGP vertreten
- 6 Autos und 2 Motorräder für Saison 2016
- Hauptfahrzeug ist ein neues M2 Coupé
- in Handarbeit in der M Manufaktur veredelt
- Frontsplitter, Heckflügel und LED-Lichtbalken


Bereits seit 1999 ist die BMW M GmbH Partner von Dorna Sports, der Veranstaltergesellschaft der MotoGP. Als Königsklasse der weltweiten Motorrad-Rennen genießt diese Serie weltweite Beliebtheit und ist daher auch für den bayrischen Automobilhersteller interessant. Man liefert neben einem Gewinnerfahrzeug für den Fahrer mit den meisten schnellsten Qualifying-Runden der Saison auch die Flotte der Safety Cars und Safety Bikes. Die Zusammenarbeit läuft nach jetzigem Stand noch bis mindestens 2020.

Für die neue Saison stellt BMW eine Flotte von Safety Cars auf Basis des M2 Coupé auf die Räder. Durch seine Rennsport-DNA mit Reihen-Sechszylindermotor, Biturbo-Aufladung und 272 kW/370 PS setzt der Wagen Maßstäbe in seinem Segment und bietet sich für den Einsatz bei der MotoGP förmlich an. In der M Manufaktur in Garching entstand aus dem Serienfahrzeug in Handarbeit die optimierte Version für den Safety-Car-Einsatz.

Dabei erhielt der Wagen das komplette Arsenal der M Performance Bauteile an der Karosserie, die neben sportlicher Optik auch eine verbesserte Aerodynamik mitbringen. Hinzu kommen ein Gewindefahrwerk mit Tieferlegung sowie diverse maßgeschneiderte Teile für den Safety-Car-Betrieb. Die Rückbank wurde ebenso ausgebaut wie Teppiche und Geräuschdämmung. Der freigewordene Platz wird von einem gold lackierten Überrollkäfig ausgefüllt, an dem auch die Ankerpunkte für die Sechspunktgurte montiert sind. Auf dem nichtbrennbaren Bodenbelag ist zudem eine Halterung für einen Feuerlöscher montiert.

Außen zeigt sich das M2 Safety Car in Weiß mit Streifen in den typischen M-Farben Rot, Hellblau und Dunkelblau. Gold lackierte Leichtmetallräder und Bremszangen sorgen gemeinsam mit ebenfalls gold gehaltenen "Safety Car - Official Car of MotoGP"-Schriftzügen für optische Kontraste. Auf dem Dach befindet sich ein flacher LED-Lichtbalken, der auf einer aerodynamischen Halterung sitzt, die im BMW-Musterbau aus einem Lochblech und Kohlefaserkomponenten entstanden ist und sich für den Transport des Fahrzeugs abnehmen lässt. Der Lichtbalken wird über ein neues Schalterpaneel vor dem Getriebewählhebel angesteuert, das verschiedene Blinkzeichen und -frequenzen ermöglicht. Zudem wurden LED-Blitzer in den vorderen Lufteinlass, die Corona-Ringe der Scheinwerfer und die Rückleuchten integriert.

Da der Aufbau des Lichtbalkens, trotz seiner flachen Bauweise, die Aerodynamik des M2 Coupés negativ beeinflussen, fertigten die BMW-M-Techniker einen im Windkanal verfeinerten Heckflügel im Stil des M4 GTS mit goldfarbenen Stützen, der den Auftrieb an der Hinterachse verringert. Vorn wurde eine größere Spoilerlippe in die Frontschürze integriert. Obgleich die Serienbremse des M2 durchaus ordentliche Verzögerungswerte abliefert, entschied sich die M GmbH beim M2 Safety Car für die Carbon-Keramik-Bremsanlage des M3/M4. Bei der Auspuffanlage wird auf Schalldämpfung, Katalysatoren und Klappensteuerung verzichtet, damit der Wagen für die TV-Zuschauer und das Publikum auf den Tribünen auch dann akustisch präsent bleibt, wenn in der Einführungsrunde das komplette MotoGP-Feld unterwegs ist.

Die Motorhaube ist mit Schnellverschlüssen gesichert, die man sonst nur von Rennautos kennt. Für den Flugtransport zu Rennen in Übersee lässt sich der M2 mittels Batteriehauptschalter und Kraftstoffabpumpvorrichtung vorbereiten. Oberhalb des Handschuhfaches sitzt eine goldfarbene Metallplakette mit der Aufschrift "M2 Safety Car - Official Car of MotoGP".

Neben dem M2 Safety Car werden in der 2016er MotoGP-Saison weitere fünf M-Fahrzeuge eingesetzt: Ein M4 und ein M3 als Safety Cars, ein X5 M und ein M550d xDrive Touring als Medical Cars sowie ein M5 für den Safety Officer. Hinzu kommen zwei BMW S 1100 RR als Safety Bikes.

Quelle: BMW