Brabus C 650 - C 63 S erhält Leistungsnachschub

Geschrieben von Kay Andresen am . Veröffentlicht in News

- C 63 S von Brabus auf 650 PS gebracht
- neue Turbolader und Softwareanpassung
- vorn und hinten neue Aerodynamikteile
- aus Kohlefaser gefertigt und passgenau
- innen durch Sattlerei umfangreich veredelt



Auf dem Genfer Salon zeigt Brabus nächste Woche seine neueste Entwicklung auf Basis des aktuellen Mercedes-AMG C 63 S. Wie bei Brabus gewohnt, werden sowohl Optik als auch Technik der Brabus C 650 genannten Limousine erheblich modifiziert.

Exterieur

Der Brabus C 650 tritt im typischen Stil des Tuners auf. Der Frontspoiler ist in Sichtcarbon gefertigt, das wahlweise, wie alle anderen Anbauteile in diesem Material, matt oder hochglänzend versiegelt werden kann. Im Windkanal entwickelt, reduziert das Bauteil bei hohen Geschwindigkeiten den Auftrieb an der Vorderachse und sorgt so für ein noch stabileres Fahrverhalten. Zusammen mit den Carbonblenden für die seitlichen Lufteinlässe in der Frontschürze entsteht zusätzlich ein sportlicherer Auftritt,  während das markante "B" statt des Sterns im Grill eindeutig auf ein Produkt der Bottroper Edelschmiede hinweist. An der Seite führt Brabus das Thema Carbon mit Blenden für die Außenspiegel sowie die hinter den Vorderrädern positionierten Luftauslässe fort. Von hinten betrachtet fällt der Blick auf einen ebenfalls aus Sichtcarbon gefertigten Diffusor, der in die Heckstoßstange eingefügt ist und gleichzeitig passgenaue Öffnungen für die insgesamt vier Endrohre der Brabus-Sportauspuffanlage beinhaltet. Die Limousinen-Version des Brabus C 650 hat an der Abrisskante des Kofferaumdeckels einen dezenten Heckspoiler, der in Verbindung mit dem Diffusor für eine Reduzierung des Auftriebs auch an der Hinterachse sorgt. Der sportlichen Auftritt des C 650 wird durch Brabus eigene Leichtmetallfelgen in 20 Zoll Größe, die in verschiedenen Designs verfügbar sind, abgerundet. Im Felgenangebot befindet sich unter anderem die neue "Monoblock T"-Felge mit fünf Speichen, in die Carbonoptik-Elemente eingesetzt sind. Für ausreichend Grip sorgen Reifen in der Größe 255/30 ZR 20 an der Vorderachse und bis zu 275/30 ZR 20 hinten, die Brabus von seinen Technologiepartnern Continental, Pirelli oder Yokohama bezieht.

Interieur

Das Interieur des getunten Mercedes-AMG zeigt sich, wie immer bei Brabus, sehr hochwertig ausgeführt. Mit einem Materialmix aus feinstem Leder und Alcantara werden Sitze, Seitenverkleidungen und das Armaturenbrett verkleidet. Beim Premierenfahrzeug wählte Brabus eine schwarze Ausstattung mit gelben Kontrastnähten und einzelnen Zierelementen in der selben Farbe. An den Kopfstützen der Vorder- und der äußeren Rücksitze zeigt sich das Brabus-Logo ebenfalls passend zur Innenausstattung in Gelb abgesetzt. Wie immer bei Brabus ist diese Farbkombination nur eine von fast grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten, die in der hauseigenen Sattlerei individuell nach Kundenvorstellung realisiert werden können.

Performance

Von Brabus technisch modifizierte Fahrzeuge sind gewiss noch nie des Leistungsmangels verdächtigt worden und der C 650 macht da keine Ausnahme. Mit tiefgreifenden Veränderungen am vier Liter großen Biturbo-Aggregat erreichen die Bottroper eine Leistungssteigerung von 103 kW/140 PS auf nun insgesamt 478 kW/650 PS Spitzenleistung. Gleichzeitig erhöht sich das maximale Drehmoment auf 820 Newtonmeter im Bereich zwischen 1.750 und 4.500 Umdrehungen pro Minute. Bei einem aufgeladenen Triebwerk wie dem vier Liter großen Achtzylinder in der C-Klasse lässt sich eine Leistungssteigerung in der Regel über eine Erhöhung des Ladedrucks erreichen.. Deshalb entwickelten die Brabus-Motoreningenieure zwei spezielle Turbolader mit größerer Verdichtereinheit und einer speziellen Rumpfgruppe mit verstärkter Axiallagerung. Mit dem "Power Xtra B40S-650"-Steuermodul passt Brabus Ladedruckregelung, Zündung und Einspritzung mit neuen Datensätzen an. Die Kraftübertragung erfolgt mittels des serienmäßigen Siebengang-Automatikgetriebes des C 63 S, das im Brabus C 650 auch manuell über die Aluminiumpaddel am Brabus-Sportlenkrad bedient werden kann. So motorisiert erledigt die kompakte Sportlimousine den Standardsprint auf 100 km/h in nur 3,7 Sekunden, der etwas schwerere Kombi benötigt eine Zehntelsekunde mehr. Durch das neue Steuergerät von Brabus mit der darin enthaltenen V-Max-Unit lässt sich die Höchstgeschwindigkeit wahlweise bei 300 oder 320 km/h abregeln statt bei 250 km/h im Serienmodell. Passend dazu stattet Brabus den C 650 mit einem eigenen Tacho mit einer Skala bis 340 km/h aus. Für ein der Performance entsprechendes Fahrverhalten haben die Ingenieure von Brabus zusammen mit den Fahrwerksspezialisten des Technologiepartners Bilstein ein speziell abgestimmtes, höhenverstellbares Gewindefahrwerk entwickelt. Die Gasdruckstoßdämpfer sind an Vorder- und Hinterachse jeweils zehnfach in Zug- und Druckstufe verstellbar. Als Ergänzung zu optischen und technischen Veredelungen ist auch die Akustik nicht vergessen worden. Für den V8-Biturbo aus der C-Klasse ist die bereits kurz angesprochene Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung im Angebot, die unabhängig vom Motortuning lieferbar ist. Über ein vom Cockpit aus zu regelndes Soundmanagement kann der Fahrer von einer dezenten "Coming Home"-Variante bis zum satten Sportsound mit geöffneten Klappen die V8-Musik nach den Anforderungen oder seinen Vorlieben anpassen.

Preis

Premiere des Brabus C 650 auf Basis des Mercedes-AMG C 63 S ist kommende Woche beim Genfer Salon. Angaben zu Verfügbarkeit und Preisen hat Brabus noch nicht gemacht.

Quelle: Brabus