Kyburz eRod - Radikaler Elektrosportwagen

Geschrieben von Kay Andresen am . Veröffentlicht in News

- Ultraleichter schweizer Elektrosportwagen
- Hinterradantrieb mit 40-kW-Elektromotor
- aufgebaut im groben Stil des Ariel Atom
- freistehende Räder wie am Formelrenner
- wird in der Schweiz als Quad zugelassen

Der schweizer E-Mobilhersteller Kyburz aus dem zürcherischen Freienstein beweist mit seiner neuesten Kreation auf dem Genfer Salon, dass Elektromobilität keineswegs spaßbefreit herüberkommen muss. Normalerweise beschäftigt man sich bei Kyburz mit elektrisch angetriebenen Kleinstfahrzeugen für den kommunalen Zustellverkehr. Sicher nicht unbedingt ein Thema, mit dem sich die Redaktion von carsdaily.de nachhaltig befasst. Doch der jetzt präsentierte, kompakte Elektrosportwagen mit dem Namen eRod verändert unsere Sichtweise auf die schweizer Firma.

Exterieur

Beim ersten Blick auf den eRod fällt einem sofort der britische Ariel Atom ein, jenes Tracktool, das eigentlich nur ein Gitterrohrrahmen mit Motor auf Rädern ist. Ähnlich verhält es sich beim eRod, nur dass das Ganze eine Nummer kleiner ausfällt. Eine Fronthaube aus Kunststoff bietet ein Minimum an Wetterschutz für die Insassen, seitlich jedoch lässt der Gitterrohrrahmen die Blicke der Passanten bis zum Schuhwerk des Fahrers gleiten. Scheiben gibt es beim eRod ebensowenig wie Türen. Über Fahrer und Beifahrer bietet ein Überrollbügel die nötige Sicherheit, dahinter fällt der Blick auf den unverkleidet offen liegenden Elektromotor, der nur nach hinten durch eine Aluminiumabdeckung geschützt wird. Die Räder des eRod sind wie bei einem Formelrennwagen freistehend außerhalb der Karosserie angebracht.

Interieur

Bei einem derart offenen Fahrzeug von Interieur zu sprechen, ist sicherlich etwas übertrieben, denn einen wirklichen Innenraum bietet der eRod nicht. Fahrer und Beifahrer sitzen offen in stark ausgeformten Sportsitzen von Sparco mit Vierpunktgurten, durch eine Art Mittelkonsole voneinander getrennt, die zur Versteifung des Rahmens dient. Vor dem Fahrer befindet sich ein mit Alcantara bezogenes, unten abgeflachtes Sportlenkrad, daneben zur Mitte hin ein digitales Display für die nötigsten Fahrinformationen. Unverkleidete Aluminiumbleche schützen Fahrer und Beifahrer vor von den Vorderrädern aufgewirbelten Steinen.

Performance

Der Kyburz eRod wird von einem 40 kW starken Elektromotor angetrieben. Das maximale Drehmoment liegt bei 140 Newtonmetern. Da bei der Konstruktion so ziemlich alles weggelassen wurde, was irgendwie verzichtbar erschien, beträgt das Leergewicht des Elektrsportlers inklusive Batterien lediglich 570 Kilogramm. In nur 5,7 Sekunden beschleunigt der eRod von 0 auf 80 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Bei vollgeladenen Batterien beträgt die Reichweite zwischen 100 und 130 Kilometern.

Preis

Der Kyburz eRod kostet ab Werk fertig montiert 36.000,- SFr (rund 32.950,- €) oder als Bausatz 27.000,- SFr (rund 24.710,- €) und wird in seinem Heimatland als Quad zugelassen. Auch preislich ist er damit eine Nummer kleiner als sein britisches Vorbild. Falls Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, kann ich Ihnen einen kleinen Wermutstropfen leider nicht vorenthalten: Für 2016 ist der eRod bereits komplett ausverkauft.

Quelle: Kyburz