Kahn Vengeance - Des Astons neue Kleider

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Weltpremiere des Vengeance in Genf
- basierend auf dem Aston Martin DB9
- von Hand gefertigte Aluminium-Karosse
- "Bridge of Weir"-Leder und Alcantara
- sechs Liter großer V12-Saugmotor



Vor rund einem Jahr erhielten wir erstmals einige Details zu einem vom britischen Tuner Kahn Design geplanten Umbau auf Basis des Aston Martin DB9. Das Fahrzeug sollte den Namen Vengeance erhalten, der im Deutschen soviel wie "Rache" bedeutet. Warum genau dieser Name gewählt wurde blieb dabei damals ebenso offen, wie der Zeitpunkt der Fahrzeugpräsentation. Zumindest letztere fand nun statt: Auf dem Autosalon in Genf.

Exterieur

Kahn möchte mit dem Vengeance die alte Tradition britischer Karosseriebauer wiederbeleben. Auf dem Fahrgestell des DB9 entsteht von Hand gefertigt aus Aluminium ein stromlinienförmiger Sportwagen mit Design-Inspirationen diverser Aston-Martin-Modelle der 1980er und 90er Jahre. Speziell die Seitengestaltung mit den betonten Kotflügeln erinnert an den V12 Vanquish. Vorn zeigt die Umrandung des Kühlergrills zwar noch die von Aston Martin bekannte Grundform auf, innen sitzen jedoch sieben senkrechte Streben, die ebenso wie die Einfassung hochglanzverchromt sind. Auf der Motorhaube findet sich ein großer Powerdome, dessen Form etwas weniger ausgeprägt im Dach fortgesetzt wird. Neue Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln entlassen heiße Abluft aus dem Motorraum.
Gegenüber dem DB9 wurden die hinteren Seitenscheiben verkleinert und die C-Säulen verbreitert. Seitenscheiben und Dach werden durch Chromleisten eingefasst. Hinten sitzen runde LED-Rückleuchten, während im unteren Bereich der Schürze neben einem Diffusor auch zwei Auspuffendrohre integriert sind.
Speziell gestaltete Leichtmetallräder, deren innerer Bereich in Wagenfarbe lackiert wird, füllen die Radhäuser aus. Vorn verfügen sie über 16 Speichen und 225er Bereifung, hinten sind es 18 Speichen und Pneus mit 335 Millimetern Breite. Leichtmetallräder und Rückleuchten zeigen ein Design, das von Roulette-Tischen inspiriert wurde.

Interieur

Das Interieur des Kahn Vengeance zeigt nur die besten Materialien. Auch hier ließen sich die Designer wieder bei klassischen Aston Martin inspirieren. So erhielten die Sitze eine Längssteppung im weichen Nappaleder, während das Sportlenkrad einen Alcantara-Bezug bekommt. Die Sitz-Steppung wird wahlweise auf der gesamten Rückenlehne durchgezogen oder durch einen glatten Bereich mit eingeprägtem "A. Kahn Design"-Schriftzug unterbrochen. Entlang des Mitteltunnels sorgen rote Lederelemente für optische Akzente, die durch ebenfalls rot eingefärbte Sicherheitsgurte ergänzt werden. Auf den Dekorleisten findet sich hochglänzend schwarzer Klavierlack.

Performance

Unter der Motorhaube des Kahn Vengeance bleibt es beim sechs Liter großen V12-Triebwerk des DB9, der unverändert 380 kW/517 PS leistet. Das maximale Drehmoment liegt bei 620 Newtonmetern, die über ein Automatikgetriebe zu den Hinterrädern gelangen. Angaben zu den Fahrleistungen machte Kahn nicht. Allerdings dürften diese sich nur wenig von denen des Basisfahrzeugs unterscheiden. Im DB9 geht der Spurt auf Tempo 100 in 4,6 Sekunden vonstatten, während die Höchstgeschwindigkeit bei 295 km/h liegt.

Preis

Während Afzal Kahn zwar keinen genauen Grundpreis für den Vengeance nannte steht zumindest fest, dass seine Firma lediglich fünf Exemplare produzieren wird.

Quelle: Kahn Design