Volkswagen Phideon - Chinesischer Phaeton

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Neue VW-Oberklasselimousine für China
- knapp über fünf Meter lange Karosserie
- Designdetails vom C Coupé GTE adaptiert
- zwei Motorisierungen zum Verkaufsstart
- diverse Assistenzsysteme für den Fahrer

Auf der Volkswagen Group Night am Vorabend zum Genfer Autosalon stellte VW mit dem Phideon eine neue große Limousine vor, die auf den ersten Blick problemlos als Nachfolger des Phaeton durchgehen könnte. Diese Rolle übernimmt der Phideon ab dem dritten Quartal 2016 auch - allerdings erst einmal nur auf dem chinesischen Markt, wo er sich oberhalb des dort angebotenen Magotan einreiht. Die Entwicklung fand in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner SAIC-Volkswagen im deutschen VW-Entwicklungszentrum statt. Der Name "Phideon" ist ein Kunstwort, das auf "Fides", die römische Göttin der Treue zurückgeht.

Exterieur

Die dynamisch-elegante Linienführung, die in Europa bereits vom aktuellen Passat bekannt ist, erstreckt sich beim neuen Phideon auf eine Gesamtlänge von knapp über fünf Metern. Auch die Gestaltung der Frontpartie lehnt sich eng am Passat an und führt damit die Designsprache der Volkswagen-Limousinen weiter. Einige Details stammen direkt von der im letzten Jahr präsentierten Konzeptstudie C Coupé GTE. In der Seitenansicht sorgt eine doppelte Charakterlinie für eine markante Optik. Am Heck münden die Linien in den LED-Rückleuchten, die dadurch ebenfalls eine dreidimensionale Gestaltung erhalten. Die Türen verfügen über eine elektrische "Soft Close"-Funktion.

Interieur

Bei der Gestaltung des Interieurs wurden zwei Personen in den Mittelpunkt gestellt: Zum einen der Fahrer, der alle wichtigen Bedienelemente an ergonomisch sinnvollen Stellen vorfindet und zum anderen der Fondpassagier, der von den über drei Metern Radstand profitiert. Speziell in China werden Limousinen wie der Phideon häufig als Chauffeursfahrzeuge eingesetzt, entsprechend bequem zeigt sich die zweite Sitzreihe. Für Selbstfahrer gibt es diverse Assistenzsysteme wie das kamerabasierte Nachtsichtsystem, ein Head-Up-Display und "Area View", ein System mit vier Weitwinkelkameras für hervorragende Rundumsicht bei engen Parkmanövern. Zudem gibt es einen adaptiven Tempomat mit automatischer Distanzregulierung, "Front Assist" mit Umfeldbeobachtungssystem, den Park Assist, Lane Assist, Side Assist und ein proaktives Insassenschutzsystem. In die elektronisch mehrfach verstellbaren Sitze sind Heiz-, Belüftungs- und Massagefunktionen integriert. Die verbaute LED-Ambientebeleuchtung kann in drei verschiedenen Farben eingestellt werden. Auf allen fünf Sitzplätzen können die Mitfahrer auf ein Höchstmaß an Konnektivität zurückgreifen, um mittels Apple CarPlay oder Android MirrorLink ihre Smartphones ins fahrzeugeigene Entertainmentsystem einzubinden.

Performance

Mit dem Phideon entstand erstmals ein Volkswagen auf der neuen Konzernplattform "MLB" (Modularer Längsbaukasten). Zum Marktstart im dritten Quartal wird es die Oberklasselimousine mit zwei Motorisierungen geben. Die Basis bildet dabei ein zwei Liter großer TSI-Vierzylinder mit Frontantrieb. Darüber rangiert ein V6-Turbomotor mit drei Litern Hubraum, Benzindirekteinspritzung und Allradantrieb, der es auf 220 kW/300 PS und 440 Newtonmeter Drehmoment bringt. Das Fahrwerk verfügt über ein komfortabel abgestimmtes Luftfahrwerk. Im späteren Verlauf soll zudem ein Plug-In-Hybridantrieb nachgeschoben werden.

Preis

Wie bereits in der Einleitung beschrieben, wird es den neuen Phideon erst einmal nur auf dem chinesischen Markt geben, wo er auch gefertigt wird. Ob es in Zukunft einen Export nach Europa geben wird, ließ Volkswagen offen.

Quelle: Volkswagen