Pininfarina H2 Speed Concept - Wasserstoffkraft

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Rennwagen mit Brennstoffzellenantrieb
- optische Hommage an Sigma Concept
- zwei rund 500 PS starke Elektromotoren
- 300 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich
- aerodynamischer Feinschliff im Windkanal

Pininfarina erinnerte auf dem Genfer Autosalon an das Sigma Concept von 1969 und tat sich gleichzeitig mit der seit 2008 aktiven Firma GreenGT zusammen, um in Form des H2 Speed Concept ein Rennfahrzeug mit Wasserstoffantrieb zu präsentieren - was der Name bereits andeutet.

Die Erinnerung an das Ferrari Sigma Concept aus gleichem Hause beschränkte sich ausschließlich auf die farbliche Gestaltung des H2 Speed Concept mit seiner weißen Karosserie und Details in Neongelb, Schwarz und Rotorange. Darüber hinaus halten sich die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Konzeptstudien in engen Grenzen, wenn man von ihrem angedachten Verwendungszweck, dem Motorsport, absieht.

Für die Gestaltung der Karosserie wurden alle aktuellen Erkenntnisse der Fahrzeugaerodynamik ins Kalkül gezogen und am Computer bei den ersten Zeichnungen einberechnet. Anschließend wurde anhand von Windkanalmodellen die Effizienz unter Beweis gestellt: Der H2 Speed verfügt über viel aerodynamischen Abtrieb bei gleichzeitig sehr wenig Luftwiderstand. Selbstverständlich bestehen sowohl die Karosserie als auch das darunter liegende Monocoque aus Kohlefaser, während das Chassis mit Pushrod-Aufhängungen aktuelle Motorsporterfahrungen aufgreift.

Gleichzeitig kümmerte sich GreenGT um die Antriebstechnik, die aus einer ultraleichten, 210 kW starken Brennstoffzelle und zwei Hochleistungselektromotoren mit zusammen 370 kW (umgerechnet rund 503 PS) an der Hinterachse besteht. Zusätzlich kommt ein Rekuperationssystem an den Bremsen zum Einsatz, um Bremsenergie erneut in Vortrieb umzuwandeln. Dank eines Leergewichts von nur 1.420 Kilogramm soll der H2 Speed in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 spurten und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen. Dabei strömt aus dem "Auspuff" reines Trinkwasser, der Vortrieb geht nahezu geräuschlos vonstatten und der Wasserstoffvorrat von 6,1 Kilogramm soll sich binnen drei Minuten auffüllen lassen.

Wie so oft in der langen Geschichte von Pininfarina darf bezweifelt werden, dass die Studie H2 Sport jemals auf der Rennstrecke oder gar auf der Straße unterwegs sein wird. Allerdings könnten Erkenntnisse aus der Entwicklung an externe Automarken verkauft werden und somit schließlich doch von Nutzen sein. Auf jeden Fall ist der H2 Sport das erste Konzeptfahrzeug nach der Übernahme des Traditionshauses durch den indischen Mahindra-Konzern.

Quelle: Pininfarina