Porsche 919 Hybrid - Überarbeitet für 2016

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Drei Aerodynamikpakete für Saison 2016
- neues Farbkleid für die Karosserie des 919
- V4-Benzin-Turbomotor leichter & effizienter
- über 400 Zusatz-PS durch Hybridsystem
- bereits über 6.000 Erprobungs-Kilometer



Nach nur zwei Saisons ist Porsche in der großen LMP1-Kategorie der FIA wieder da, wo man Ende der 90er Jahre aufgehört hat: Ganz vorn. Speziell das letzte Jahr war dabei von Erfolg gekrönt. Neben dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans errangen die Zuffenhausener auch den Fahrer- und Markentitel der FIA WEC. Für die neue Saison, die morgen mit den Testtagen im französischen Le Castelet auf dem Circuit Paul Ricard beginnt, wurde das Einsatzfahrzeug, der 919 Hybrid, umfangreich modifiziert.

Zuerst fällt dabei das neue Farbdesign der Renner ins Auge. Während der 919 im Debütjahr 2014 in klarem Weiß antrat, gab es im vergangenen Jahr in Le Mans drei Autos in den Farben Weiß, Schwarz und Rot. Diese drei Farben verschmelzen nun zur neuen Lackierung für 2016. Zudem prangen aufgrund der Vorjahreserfolge die Startnummern 1 und 2 auf den beiden Werksrennern.

In den letzten Wochen hat Porsche den weiterentwickelten 919 intensiv getestet und dabei über 6.000 Kilometer zurückgelegt. Erstmals nutzt das Rennteam aus Zuffenhausen das WEC-Reglement komplett aus und hat drei unterschiedliche Aerodynamikpakete für unterschiedliche Rennstrecken entwickelt. Somit kann der 919 bestmöglich an unterschiedliche Streckenprofile angepasst werden und erhält die Menge an Anpressdruck, die nötig ist.

Gleichzeitig hat man im Versuchszentrum in Weissach den V4-Turbo-Benzinmotor weiterentwickelt. Dazu gehörten neben mehr Leistung eine kleine Diät und zielgerichtete Maßnahmen, um den Verbrauch zu senken. Auch die Elektrotriebwerke und die beiden Energierückgewinnungs-Systeme sind nun leistungsfähiger. Hierzu zählen neue Lithium-Ionen-Akkus, deren Füllung aus einem Bremsenergie-Rückgewinnungssystem an der Vorderachse und einem Abgasenergiesystem stammt. So stehen kurzzeitig über 400 zusätzlich Pferdestärken für die Elektromotoren zur Verfügung. Beim Benzin-Triebwerk konnten die Gemischaufbereitung und die Verbrennungs-Effizienz nochmals verbessert werden. Auf diese Weise konnten die Ingenieure die Leistung von 500 PS aus dem Vorjahr mit gleichzeitig per Reglement verringerter Energiemenge aus dem Kraftstoff fast beibehalten.

Mit diesem Gesamtpaket, das auf dem erfolgreichen Auto der letzten Saison basiert, erhofft sich Porsche auch in diesem Jahr wieder konkurrenzfähig in die WEC-Saison zu gehen. Speziell der Saisonhöhepunkt in Le Mans dürfte erneut spannend werden.

Quelle: Porsche