Kaege Retro - Deutscher Singer-911-Verschnitt

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Kaege baut Porsche 993 zum Retro um
- klassische Optik stamt vom 911 F-Modell
- Carbon-Karosserieteile senken Gewicht
- moderne LED-Scheinwerfer von Osram
- Recaro-Sportsitze mit Karostoff-Bezügen



Die amerikanische Firma Singer Vehicle Design hat mit ihrem "911 - Reimagined" einen Trend losgetreten, der inzwischen weltweit Nachahmer findet. Dabei wird die Technik von Porsche-911-Modellen der späten 80er und 90er Jahre in einer Karosserie verborgen, die optisch eher in den 70ern vermutet wird. Diesem Vorbild eifert nun auch Kaege aus Stetten in Rheinland-Pfalz mit einem "Retro" getauften Fahrzeug nach, das auf der Retro Classics debütierte.

Exterieur

Für die klassische Silhouette des Retro nutzt Kaege konsequent passgenau gefertigte Carbon-Karosseriebauteile. Optisch ließ man sich dabei klar vom unter Fans als "F-Modell" bekannten 911 inspirieren, der 1972 auf den Markt kam. Erkennen kann man die Inspirationsquelle an den Blinkleuchten und Belüftungöffnung zwischen Scheinwerfern und abgesetzter Stoßstange sowie der Spoilerlippe, die beim Retro allerdings größer gestaltet und in Sichtcarbon ausgeführt wurde. Modernste LED-Technik von Osram leuchtet die Nacht aus und bringt damit noch mehr Moderne in die traditionelle Hülle.
Entlang der Seitenscheiben zeigen sich die klassischen Chromrahmen der frühen Elfer-Generationen und anstelle der großen lackierten Außenspiegel der 90er verfügt der Kaege Retro über kleine runde Spiegel mit spitzem verchromten Gehäusen. Derweil werden Teile wie das Dach, die Windschutz- und Heckscheibe sowie die Scheibenwischer und der ausfahrbare Heckspoiler unverändert vom 993 übernommen, wobei der Spoiler allerdings eine neue Verkleidung im klassischen 911-Stil erhält. Neu sind die dreiteiligen Leichtmetallräder im typischen Fuchs-Design.

Interieur

Kaege verbaut zwar morderne Recaro-Sportsitze, bezieht diese beim Präsentationsfahrzeug jedoch im traditionellen Stil mit grünem Leder und Karostoffen in Grün-Weiß-Rot. Hinter dem Airbag-Lenkrad versteckt sich eine Armada von fünf klassischen Rundinstrumenten mit Chromeinfassung und zentral am Armaturenbrett sitzt ein Autoradio vom Typ Becker Mexico, das durch seine klassische Optik mit modernster Technik inklusive Navigationssystem und Freisprecheinrichtung bestens zum Kaege Retro passt. Zur Serienausstattung zählt zudem eine Klimaanlage. Vorn im Kofferraum kommt eine Carbonwanne zum Einsatz, die passend zum Interieur mit grünem Teppich überdeckt wird.

Performance

Kaege übernimmt den 3,6 Liter großen Sechszylinder-Boxermotor des Porsche 993 Carrera mit Werks-Leistungssteigerung (WLS), der es auf 220 kW/300 PS und ein maximales Drehmoment von 340 Newtonmetern bringt. Diese Leistung wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe auf die Hinterräder übertragen - oder im Falle eines Carrera 4 als Basisfahrzeug auf den Allradantrieb. Eine Sportabgasanlage mit zwei zentralen Endrohren sorgt für den typisch sonoren Soundtrack der luftgekühlten Elfer. Auch die Raumlenker-Hinterachse und die Bremsanlage werden unverändert vom 993 übernommen. Dank eines KW-Gewindefahrwerks und adäquater Bereifung liegt der Kaege Retro hervorragend auf der Straße. Das Leergewicht wird durch die Kohlefaser-Bauteile und die Verwendung einer Lithium-Ionen-Batterie auf 1.195 Kilogramm gesenkt. Dank der OBD-Schnittstelle kann das Fahrzeug weiterhin in jeder Porsche-Werkstatt gewartet werden.

Preis

Zum Preis des Retro machte Kaege keine Angaben. Da jedoch bereits die Preise für ein Basisfahrzeug aus der 993-Baureihe von Porsche inzwischen kaum unter 50.000,- € liegen und der Umbau inklusive der Carbon-Bauteile auch nicht günstig sein dürfte, darf man locker von einer sechsstelligen Endsumme ausgehen.

Quelle: Kaege