Opel Mokka by Bitter - Erich Bitter kann es noch

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Neues Bitter-Fahrzeug auf Mokka-Basis
- sportlich-edle Exterieur-Anbauteile rundum
- eindrucksvoller Kühlergrill mit zentralem B
- Interieurumbau nach Kundenwünschen
- Leder, Alcantara und exklusive Wollstoffe



Erinnern Sie sich an Fahrzeuge wie den Bitter CD oder den Bitter SC? Wenn nicht sind Sie vermutlich jünger als 30. Erich Bitter baute ab 1973 mit dem CD einen deutschen Sportwagen mit für die damaligen Verhältnisse traumhaften Design und Großserientechnik vom Opel Diplomat unter der Karosserie. Inspiriert dazu wurde er als Importeur des hübschen, aber katastrophal zusammengefrickelten Intermeccanica Indra, dessen Qualitäten ihn einfach nicht überzeugen konnten. Ab 1981 rollte der Bitter SC mit Technik des Opel Senator vom Band. Beide Fahrzeuge haben bis heute einen großen Fankreis - Erich Bitter hörte jedoch 1989 mit der Einstellung der SC-Produktion keineswegs auf.

Diverse weitere Fahrzeuge wurden von ihm entworfen und auf die Räder gestellt, wobei viele Unikate blieben. Aufgrund der immer strengeren Zulassungsvorschriften verlegt er sich in jüngerer Zeit vermehrt darauf, Großserienmodelle optisch und ausstattungstechnisch aufzuwerten. So entstand beispielsweise auf Basis des australischen Holden Commodore der Vero, der von Bitter eigenständig auf Linkslenkung umgerüstet wurde. Allerdings wurden nur neun Exemplare umgebaut. Im Anschluss widmete sich Erich Bitter dem Opel Insignia sowie vor zwei Jahren dem Cityfloh Opel Adam, die er durch eigenständige Schürzen an Front und Heck optisch umgestaltete. Hinzu kamen edle Interieurs - beim Adam beispielsweise auf Wunsch mit Hirschleder, Brokatstoff und Blattgold.

Aktuell präsentiert Bitter im Rahmen der Techno Classica in Essen den Opel Mokka by Bitter. Wie bereits beim Adam greift sich der Ennepetaler Kleinserienhersteller damit ein Lifestylefahrzeug aus dem Opel-Modellprogramm heraus und verfeinert es nach Art des Hauses. Dabei werkelt das gesamte Team nach dem Credo: "Es geht immer besser, das ist unser Ziel. In Form, Funktion, Material und Qualität." Vorn erhält der Mokka einen neuen Kühlergrill mit zentral platziertem "Bitter-B" und einer Metalleinfassung, die sich auch am unteren Lufteinlass wiederfindet. Durch neue Seitenschwellerleisten wird die sportlich-edle Optik zum Heck transportiert, wo ein Designelement unterhalb der Heckscheibe das Bitter-B aufnimmt und ein weiteres im unteren Bereich der Heckschürze den vollen Bitter-Schriftzug trägt.

Innen nutzt Bitter hochwertigste Materialien, wobei die Kunden die Wahl haben, ob sie glattes oder gestepptes Leder, Alcantara oder edelste Wollstoffe auf den Sitzen vorfinden möchten. Farblich abgesetzte Kedern und Ziernähte runden dabei den Auftritt gekonnt ab. Der karierte Stoff im Vorführwagen stammt aus einer kleinen schottischen Weberei-Manufaktur und überzieht hier nicht nur die Sitzmittelbahnen, sondern auch Teile der Türverkleidungen, wobei er jeweils mit grauem Nappaleder kombiniert wurde. Edle Veloursfußmatten schonen zudem die Teppiche.

Wenn Sie sich nun fragen, was diese Individualität kostet: Bitter bietet den hier gezeigten Vorführwagen mit dem 131 PS starken Turbodieselmotor, Allradantrieb, Schaltgetriebe und 24.500 Kilometern auf der Uhr für 33.800,- € an. Für Neuwagen als Komplettfahrzeuge rufen die Ennepetaler 41.490,- € als Mokka Turbo und 43.990,- € als Mokka CDTi auf. Das reine Exterieurpaket kostet 5.449,- € ohne Montage, das Interieurpaket in Wunschausführung beginnt bei 7.735,- € (alle Preise inkl. MwSt.). Der Umbau kann auf Basis jedes neuen oder gebrauchten Opel Mokka umgesetzt werden. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.bitter-automotive.de.

Quellen: Bitter (3 Bilder), Matthias Kierse (11 Bilder)