Cardi Concept 442 - Russischer Aston-Umbau

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Umfangreicher DB9-Umbau in Russland
- neue, elegant gezeichnete Karosserie
- Panorama-Glasdach, Entfall der B-Säulen
- Cockpit fast ohne Knöpfe und Schalter
- Technik komplett von DB9 übernommen

Auf Basis des inzwischen nicht mehr weiter produzierten Aston Martin DB9 entsteht aktuell beim russischen Karosseriebauer Cardi das Concept 442, an dem bereits seit rund zwei Jahren gebaut wird. Um den Moskauer Designer war es in den letzten Jahren sehr ruhig geworden, nachdem man rund um die Jahrtausendwende verschiedene Konzeptstudien präsentiert hatte, die jedoch fast ausnahmslos Einzelstücke blieben. Das soll beim Concept 442 anders werden.

Exterieur - Komplett neue Karosserie

Im Vergleich zum kürzlich präsentierten Kahn Vengeance, der ebenfalls auf dem Aston Martin DB9 basiert, fallen die Änderungen von Cardi so umfassend aus, dass von der vorherigen Linienführung nichts übrig bleibt. Dafür erhielt das Concept 442 elegante Linien mit horizontaler Ausrichtung, speziell am über die gesamte Fahrzeugbreite reichenden Kühlergrill. Die Scheinwerfer verbergen sich hinter breiten, flachen Klarglasabdeckungen.
Klare Seitenlinie, ungewöhnliches Heck
In der Seitenansicht gibt es nur die notwendigsten Linien und Lichtkanten, um elegant, aber nicht langweilig zu wirken. Hinter den Vorderrädern sorgt daher ein Luftauslass, der bis in die Tür reicht, für Auflockerung. Das Heck wird von einem breiten Leuchtenband sowie dem darunter U-förmig verbauten Grill dominiert.

Keine B-Säulen, großes Glasdach
Neben dem komplett neuen Design arbeitet das Team von Cardi daran, die B-Säulen zugunsten einer schöneren Coupé-Linie zu entfernen und überdies ein großes Panorama-Glasdach zu installieren. Dieses soll von der Windschutz- bis zur Heckscheibe reichen und damit viel natürliches Licht ins Interieur hereinlassen.

Interieur - Minimalistisches Cockpit

Neben dem Exterieur legt Cardi auch beim Innenraum ein minimalistisches Styling an den Tag und überarbeitet somit das DB9-Interieur komplett. Hinter einem einfachen Dreispeichenlenkrad befindet sich ein rechteckiges Display für die wichtigsten Fahrzeuginformationen. Das restliche Armaturenbrett präsentiert sich in edlem Holz mit Aluminiumeinfassungen sowie Lederbezügen an der Ober- und Unterseite. Zwischen den zentralen Belüftungsdüsen ist eine analoge Uhr integriert worden.
Infotainment-Display viel zu tief verbaut
Im Gegensatz zum inzwischen üblichen Weg, den Touchscreen-Monitor für das Entertainmentsystem möglichst hoch anzubringen, hat Cardi diesen am unteren Ende der Mittelkonsole am Übergang zum Mitteltunnel verbaut. Auf diese Weise stört er zwar die Linienführung nicht, lenkt aber den Blick des Fahrers weit weg von der Fahrbahn. Neben dem runden Bedienknopf am vorderen Ende der Mittelarmlehne gibt es lediglich vier weitere Knöpfe in der unteren Alu-Einfassung des Holzdekors, die vermutlich der Anwählung der Getriebefunktionen dienen (P, R, N und D).

Performance - Keine Änderungen zum DB9

An der Technik des Spenderautos DB9 verändert Cardi nichts. Es bleibt also beim sechs Liter großen V12-Saugmotor, der seine Leistung von 380 kW/517 PS über das bekannte Touchtronic-II-Automatikgetriebe mit sechs Vorwärtsgängen auf die Hinterräder überträgt.

Preis

Ob aus dem Concept 442 eine Kleinserie für DB9-Besitzer wird, ist bislang von Cardi noch nicht endgültig entschieden worden. Daher gibt es auch noch keine Angabe zu möglichen Umbaupreisen.

Quelle: Cardi Design