Exklusiv: Alfa Romeo Stelvio SUV

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Alfa Romeo steigt endlich in SUV-Markt ein
- basierend auf Giulia-Plattform mit Allrad
- Modell wird wahrscheinlich Stelvio heißen
- Motorenpalette von der Giulia übernommen
- 510 PS starke Quadrifoglio-Variante möglich

 
Was sehen Sie, wenn Sie sich unsere Bildergalerie anschauen? "Nicht viel", werden die einen sagen, "einen Erlkönig, gut getarnt", die anderen. Leider wurde unser Fotograf ein wenig vom Erscheinen dieses Italieners überrascht und konnte uns daher kein Frontalbild anbieten, denn aus der Perspektive verrät die Tarnung wenigstens eines: Dies hier ist ein Alfa Romeo. Zu erkennen ist dies am zwar getarnten aber dennoch zweifelsfrei identifizierbaren Schildgrill, wie man ihn seit Jahrzehnten von den Mailändern kennt.

Seitlich und von hinten verrät uns der Prototyp eigentlich nur eines: Hier wird noch ein wenig länger getestet und erforscht, ehe man finale Formen Preis geben wird. Allerdings steht aufgrund der relativ hohen Silhouette und der Radhäuser auch fest, dass wir hier nicht auf die Kombiversion der neuen Giulia, sondern auf den ebenfalls geplanten SUV schauen, der laut einem Ende letzten Jahres bekannt gewordenen, internen Memo wohl auf den Namen "Stelvio" hören wird.

Nach dem hochgelegten 156 Crosswagon Q4, bei dem es sich eher um einen Lifestyle-SUV im Stil der Allroad-Modelle von Audi handelte, sowie dem Kamal Concept von 2003 (siehe Bildergalerie) geht Alfa Romeo den Wachstumsmarkt der SUVs nun also konsequent an. Fast ein wenig spät könnte man meinen, immerhin haben fast alle namhaften Mitbewerber inzwischen mindestens ein Modell in diesem Bereich im Portfolio. Umso mehr muss der Stelvio überzeugen können, wenn er voraussichtlich im kommenden Jahr zu den Händlern rollt. Seine Weltpremiere wird vermutlich auf der Los Angeles Auto Show im November stattfinden.

Im Vergleich zum 13 Jahre alten Kamal Concept fällt direkt auf, dass der Stelvio eine Nummer größer ausfällt und aller Voraussicht nach auf der Plattform der neuen Giulia basiert. Mit dieser wird er sich auch einige Designanleihen teilen, die zum frischen Markendesign von Alfa Romeo zählen. Die Dachlinie wird beim Erlkönig noch durch diverse Kunststoffteile unterhalb der schwarzen Tarnfolie verwischt, wird sich jedoch eng an der Oberkante der Türen anlegen und nach hinten leicht abfallend in einem Schrägheck münden, das sich jetzt noch unter einem kantigen Tarnaufbau verbirgt. Auch an den Seiten waren die Prototypenbauer des Fiat-Konzerns fleißig und haben diverse künstliche Beulen in die Tarnung verbaut, um möglichst wenig Rückschlüsse auf die finalen Formen zuzulassen.

Antriebsseitig dürfte sich das aktuelle Angebot der Diesel- und Benzinmotoren aus der neuen Giulia bis hin zum Quadrifoglio wiederfinden lassen. Das wären drei Dieselmotoren mit 2,2 Litern Hubraum und 136, 150 beziehungsweise 180 PS, ein Turbo-Vierzylinder-Benziner mit 276 PS und als Krönung der 2,9 Liter große V6-Biturbomotor mit 510 PS. Damit würde Alfa Romeo ganz klar die SQ-Modelle von Audi, die Mercedes-AMG-Ableger und die M-Varianten der BMW-X-Modelle angreifen.

Quelle: ThomasSPhotos (4 Fotos), Alfa Romeo (2 Fotos)