Pagani Huayra BC - Testfahrten in der Arktis

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Einmalige Einblicke in Arktis-Erprobungen
- Tests auf gefrorenen Seen in Schweden
- Abstimmung von ABS, ESP und Fahrhilfen
- Temperaturen bis hinunter auf -50° C
- kooperierte Entwicklungsarbeit mit Bosch

 
Obwohl Pagani den neuen Huayra BC bereits auf dem Genfer Autosalon vor zwei Monaten präsentiert hat, zeigen wir an dieser Stelle gern noch einmal Bilder aus der Entwicklungszeit. Immerhin kommt es selten genug vor, dass die Hersteller bereitwillig Einblick in die Erprobung gewähren. In diesem Fall zeigt der italienische Sportwagenbauer Aufnahmen aus der Entwicklung des ESP-Sytems, der Traktionskontrolle und des ABS, die gemeinsam mit Bosch im schwedischen Arjeplog nahe des Polarkreises auf gefrorenen Seen erfolgte.

Diverse Autohersteller und Zulieferer nutzen die sehr niedrigen Temperaturen und die abgelegenen Testgelände auf den diversen zugefrorenen Seen, um ihre neuen Modelle und Entwicklungen auf Temperaturunempfindlichkeiten zu erproben und zudem Fahrassistenzsysteme auf glatten Untergründen abzustimmen. Im von Pagani und Bosch veröffentlichten Testvideo des Huayra BC kann man beispielsweise sehen, wie das ABS auf eine Vollbremsung mit einer Fahrzeugseite auf glattem und der anderen Seite auf normalem Boden justiert wird. Mit abgeschaltetem System geriet der Sportwagen direkt ins Trudeln.

Wenn man bedenkt, dass Pagani lediglich 20 Exemplare des 789 PS starken Huayra BC produziert, wirkt der Aufwand fast ein wenig übertrieben - zumal wohl kaum eines der Kundenautos ernsthaft bei -50° Celsius bewegt wird. Allerdings möchte Horacio Pagani bei seinen Produkten den höchstmöglichen Qualitätsstandard einhalten. Der Supersportwagen soll unter allen Bedingungen bestens funktionieren und den Kunden stets Fahrfreude bereiten.



Quelle: Pagani