Škoda Atero - Traumwagen von Berufsschülern

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- 26 Azubis bauen ein schickes Škoda Coupé
- Basis bildet der kompakte Rapid Spaceback
- B-Säulen weiter hinten, C-Säulen flacher
- schwarz-rote Farbgebung außen und innen
- gezielte Unterstützung durch Škoda-Werk

 
Bereits zum dritten Mal in Folge forderte die 1927 gegründete Škoda Akademie im tschechischen Mladá Boleslav ihre Berufsschüler auf, ein Traumfahrzeug auf Basis eines aktuellen Škoda-Modells zu erstellen. Insgesamt 26 Auszubildende folgten dem Aufruf und stellten bei der Umsetzung des neuen Projekts ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis. Nach dem Kleinstcabriolet CitiJet (2014) und dem Pickup Funstar (2015) folgt also nun das Atero Coupé. Als Basis liegt ein Škoda Rapid Spaceback zugrunde.
 
Die Arbeiten begannen Ende 2015, als das 26-köpfige Team (4 Frauen, 22 Männer) die ersten Konzeptzeichnungen und Ideen zusammentrugen. Dabei wurden sie gezielt durch ihre Ausbilder und den Abteilungen "Technische Entwicklung", "Design" und "Produktion" des nahen Škoda-Werks unterstützt. Laut dem Sprecher des Schülerteams, Dan Voce, war es: "für alle eine einzigartige Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, neue Freundschaften quer durch alle Berufe zu knüpfen und die theoretischen Kenntnisse in der Praxis umzusetzen beziehungsweise auszuprobieren."

Von den ersten Skizzen bis zum fertigen Fahrzeug vergingen rund 1.700 Arbeitsstunden. Heraus kam ein 4,3 Meter langes, zweitüriges Coupé, dessen Basismodell Rapid lediglich an wenigen Details der Front- und Heckpartie zu erkennen ist. Dazwischen ließen die Azubis ihrer Fantasie freien Lauf. So verrückten sie die B-Säulen nach hinten und neigten die C-Säulen stärker nach vorn. Dadurch läuft das Dach früher und in einem steileren Winkel nach unten. Da es sich um ein Panorama-Glasdach handelt, wird die Glasfläche bis zu den Heckleuchten lediglich durch den aufgesetzten Spoiler optisch unterbrochen.

Neben der reinen Karosserie wurden auch die angebauten Teile deutlich verändert. Aufgrund der versetzten B-Säulen mussten die Türen länger werden. In die Motorhaube wurden zusätzliche Belüftungsschlitze integriert und auch die Rückleuchten erhielten eine leicht abgewandelte Form. Vorn kommt ein eigens gestalteter Stoßfänger mit großem Lufteinlass zum Einsatz. Der untere Bereich der Heckschürze umschließt die beiden Endrohre der Sportabgasanlage, die vom Octavia RS stammt und an den kürzeren Atero angepasst wurde.

Bei der Farbwahl entschieden sich die Auszubildenden für "Black Magic metallic", kontrastiert durch geschickt gesetzte Akzente in "Corrida Rot". So zeigen sich der Frontspoiler, die Lamellen im Lufteinlass, die Grilleinfassung, die zusätzlichen Belüftungsöffnungen der Motorhaube, die Außenspiegelkappen, die Schwellerleisten, der Heckspoiler und der am Heck angedeutete Diffusor in Rot, ebenso wie ein Streifen rund um die Felgen. Innen setzt sich das schwarz-rote Farbspiel weiter fort. Hier setzt aber vor allem eine hochwertige Musikanlage mit 1.800 Watt starkem Verstärker und 14 Lautsprechern für Akzente.

Da es sich beim Atero wie bei allen Škoda-Azubi-Cars um ein fahrfähiges Projektauto handeln sollte, erhielt er den 1,4 Liter großen TSI-Benzinmotor mit 92 kW/125 PS. Dieser treibt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe die Vorderräder an. Hinzu kommt ein Sportfahrwerk, an dem die 18 Zoll großen Leichtmetallräder im Turini-Design hängen. Hinter diesen verbirgt sich die Bremsanlage mit von Hand gelochten Scheiben.
 
Quelle: Škoda