Ferrari Sergio - Sechs exklusive Roadster

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Aus Pininfarina-Studie wird Kleinstserie
- Basis bildet 458 Spider
- Motor stammt vom 605 PS starken Speciale

 
 
Auf dem Genfer Autosalon 2013 stellte Pininfarina eine Studie auf Basis des Ferrari 458 Spider vor, mit der der verstorbene Firmenchef Sergio Pininfarina geehrt und gleichzeitig das 60-jährige Firmenjubiläum gefeiert werden sollte. Daher trug der kompromisslos offene Roadster den Namen "Sergio". Aufgrund anhaltend hoher Nachfrage legt Pininfarina nun in Zusammenarbeit mit Ferrari eine exklusive Kleinstserie des Fahrzeugs auf, die jedoch in einigen Details vom Conceptcar abweicht. Das erste von nur sechs geplanten Exemplaren wurde jetzt im Rahmen des Finali Mondiali in Abu Dhabi an die SBH Royal Auto Gallery übergeben.

Exterieur

Während die Sergio Studie noch konsequent auf eine Windschutzscheibe verzichtete, zeigt sich die nun präsentierte Serienversion mit Sichtschutz. Auf gleicher Höhe endet hinter den Passagieren der Überrollschutz. Auch die Gestaltung der Scheinwerfer wurde angepasst, um Zulassungsvorschriften einzuhalten. Aus der Spoilerlippe entspringt ein grau abgesetzter Bereich, der sich in den Schwellerverkleidungen fortsetzt und schließlich vor den Hinterrädern nach oben ansteigt und im Überrollbügel endet. Zusätzlich sind auch der Deckel des vorne untergebrachten Kofferraum, der Windschutzscheibenrahmen und die mit runden Löchern versehene Motorhaube mattgrau gehalten. Die runden Rückleuchten sind in ovalen Bereichen durch Entlüftungsgitter eingefasst. Eine Abrisskante sorgt zusammen mit dem Diffusor unter dem Fahrzeugheck für Abtrieb.
Die farbliche Zusammenstellung der sechs Sergio-Exemplare erfolgte in enger Abstimmung zwischen den jeweiligen Kunden und der Tailor Made Abteilung von Ferrari. Das erste Fahrzeug, das ab jetzt in Abu Dhabi zu Hause ist, trägt einen roten Dreischichtlack in Kombination mit gold lackierten Leichtmetallrädern, deren Speichen diamantgeschliffen wurden.

Interieur

Die größten Veränderungen zwischen Studie und Serie befinden sich im Cockpit des Ferrari Sergio. Während das Concept noch über eigenständige Sitze mit am Überrollbügel befestigten Kopfstützen und in den Türen untergebrachten Helmfächern verfügte, erhalten die sechs Kundenfahrzeuge ein annähernd unverändertes Interieur vom 458 Spider inklusive dessen Sitzen. Das einzige liebevolle Detail ist eine Metallplakette mit "Sergio"-Schriftzug auf der rechten Seite des Armaturenbretts. Im ersten Exemplar kommt schwarzes Leder mit roten Ziernähten zum Einsatz.

Performance

Das Fahrwerk und große Teile der Rohkarosserie des Sergio entstammen dem Ferrari 458 Italia. Dazu erhält er den 4,5 Liter großen V8-Motor des Speciale mit 445 kW/605 PS. Damit kann der Roadster bei Bedarf in glatten drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 spurten. Die Höchstgeschwindigkeit findet sich nicht im Pressetext, dürfte jedoch jenseits der 300er Marke liegen.

Preis

Alle sechs Exemplare des Ferrari Sergio sind längst verkauft. Drei Exemplare gehen in die USA, einer in die Schweiz und einer nach Japan. Während man von offizieller Seite aus Stillschweigen zum Preis behält, hört man hinter vorgehaltener Hand Summen jenseits von 2,5 Millionen Euro.

Quelle: Ferrari