Hyundai RM16 N Concept - Mittelmotor-Sportcoupé

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- RM15 weiterentwickelt zum RM16 N Concept
- neue eigenständige Optik vorn und hinten
- N-förmige Tagfahrleuchten in Scheinwerfern
- Carbon-Heckspoiler anstelle des Heckflügels
- 315 PS starker 2-Liter-4-Zylinder-Turbomotor

 
Langsam aber sicher nimmt die Vision eines Mittelmotorsportwagens aus dem Hause Hyundai Formen an. Vor zwei Jahren wurde unter der groben Optik eines Veloster eine neue Plattform getestet, die einen rund 300 PS starken Motor hinter den Passagieren erhielt und als RM14 auf einer Motorshow in Südkorea gezeigt wurde. Im vergangenen Jahr folgte mit dem RM15 eine Weiterentwicklung, die auch auf der IAA gezeigt wurde und durchaus positiven Anklang fand.

RM steht dabei für "Racing Midship". Auf der Busan Motor Show hat Hyundai nun die neueste Ausbaustufe in Form des RM16 N präsentiert. Dieser nutzt nun eigenständige Gestaltungen der Front- und Heckpartie ohne die Leuchteinheiten des Veloster. Stattdessen erstrahlen vorn Klarglasscheinwerfer mit N-förmigen Tagfahrleuchten. Anstelle des klassischen Kühlergrills wird den Wasserkühlern vorn sämtliche Luft durch einen breiten Einlass in der Schürze zugeführt, über den im äußeren Bereich auch die vorderen Bremsen angeströmt werden.

In der Seiten- und Heckansicht bleibt der RM16 N nahe am RM15, erhält jedoch eine neue Heckleuchtengrafik. Zudem entfiel der große Heckflügel zugunsten eines direkt auf der Karosserie aufgesetzten Carbon-Heckspoilers. Farblich erinnert die Neuauflage der Studie sehr an die aktuellen WRC-Einsatzfahrzeuge von Hyundai mit dem grauen Grundlack und den auflackierten Details in Dunkelgrau, Orange und Weiß, die zudem das "N" der neuen Sportabteilung ergeben.

Auch die Antriebstechnik wird vom letztjährigen Konzept übernommen. Hinter den beiden Passagieren werkelt also ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbomotor, der nun jedoch 232 kW/315 PS und rund 400 Newtonmetern Drehmoment leistet. Diese Leistung gelangt über ein manuelles Sechsgang-Getriebe und ein elektronisches Sperrdifferenzial auf die Hinterräder, wo sie für eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,7 Sekunden sorgt. Durch die Mittelmotorbauweise liegt die Gewichtsverteilung bei 43 Prozent vorn und 57 Prozent hinten.

Hyundai selbst spricht beim RM-Projekt von einem reinen Entwicklungsträger. Tatsächlich werden wir das Triebwerk in künftigen N-Ablegern der Serienmodelle wiederfinden. Allerdings fällt die langanhaltende Weiterentwicklung der RM-Mittelmotorplattform auf, die durchaus in ein entsprechendes Fahrzeug münden könnte, das dann auch Endkunden verkauft wird. Ob dabei die jetzige Optik genutzt wird oder ein gänzlich eigenständiges Design, steht allenfalls intern fest.
 
Quelle: Hyundai