Audi Q7 - Auch als Diesel-Plug-In-Hybrid

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Zweite Generation des beliebten SUVs
- 325 Kilogramm leichter als der Vorgänger
- Topversion mit 373 PS Diesel-Hybrid-Antrieb

 
Zehn Jahre nach Produktionsbeginn der ersten Generation bringt Audi 2015 die zweite Auflage des Erfolgs-SUVs Q7 auf den Markt. Diese knüpft an die gewohnten Tugenden an und verknüpft sie mit modernen Techniken.

Exterieur

Im Vergleich zur ersten Q7-Generation hat Audi bei der Neuauflage eine Gewichtsersparnis von bis zu 325 Kilogramm realisiert. Zudem wurde der Neue 37 Millimeter kürzer und 15 Millimeter schmaler, bietet gleichzeitig jedoch mehr Platz im Innenraum. Mit 5,05 Metern Länge bleibt der zweite Q7 dennoch ein großes Fahrzeug für europäische Verhältnisse. Dank aufwändiger Lösungen wie einem fast vollständig verkleideten Unterboden liegt der Luftwiderstandsbeiwert mit 0,32 auf Top-Niveau für das SUV-Segment.
Audi spricht von einem maskulinen, entschlossenen Design, das den neuen Q7 prägt. Vorn fällt direkt der plastisch gestaltete Single-Frame-Grill mit kräftigen Querstreben ins Auge, an dessen breiten Rahmen sich direkt die Scheinwerfer anschließen, die wahlweise mit Xenon-, LED- oder Matrix LED-Technologie bestückt sind. Die Tagfahr-LEDs sind in die Scheinwerfergehäuse integriert und bilden die Form eines doppelten Pfeils. In den Rückleuchten des Topmodells findet sich eine weitere Audi-Innovation: Das dynamische Blinklicht, dessen Lichtstreifen sich von innen nach außen aufbaut und damit die Abbiegerichtung anzeigt.
Elf Farbtöne, davon vier ganz neue, stehen zur Auswahl, um den neuen Q7 in Szene zu setzen. Als Kontrast sind die Zierleisten in mattem Aluminium-Look abgesetzt, während Anbauteile wie die Türeinleger und die Unterfahrschütze an Front und Heck serienmäßig silber lackiert sind.

Interieur

Das weiträumige und elegante Interieur empfängt bis zu sieben Mitfahrer und schmeichelt dem Auge mit zweiteiligen Dekorleisten in verschiedenen Materialkombinationen. Vorne zieht sich zwischen den Türen entlang der Instrumententafel ein optisches Merkmal, das Audi "Wrap-Around" nennt und das den Insassen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln soll. Armaturenbrett und Türverkleidungen weisen zudem eine horizontale Farbteilung auf, bei der der obere Abschnitt dunkel gehalten ist, um Reflektionen in den Scheiben zu verringern. Für den unteren Bereich stehen sieben Innenraumfarben zur Auswahl, die sich dann auch auf den Sitzen und der Mittelkonsole finden.
Hinter dem Lenkrad befinden sich ab Werk zwei Rundinstrumente. Gegen Aufpreis sorgt das Virtual Cockpit mit 12,3 Zoll Bildschirmdiagonale für die Anzeige aller Fahrzeugdaten. Dank der digitalen Darstellung kann die jeweils relevante Information wie beispielsweise die Navigationskarte in den Vordergrund geholt werden.
Im neuen Q7 kommt die neueste Generation von Audis MMI-Bediensystem zum Einsatz. Alle Komfort- und Klimatisierungsoptionen werden auf einem zentral aus dem Armaturenbrett ausfahrendes Display angezeigt und über ein sogenanntes "all-in-touch"-Bedienteil gesteuert, das dem Fahrer über ein spür- und hörbares Klicken Eingaben bestätigt. Auf dem Touchpad können zum einen Buchstaben und Zahlen per Finger geschrieben werden und zum anderen auch Mehrfinger-Gesten ausgeführt werden, um beispielsweise auf der Navigationskarte näher heranzuzoomen. Ein Dreh-Drück-Schalter und zwei Wippschalter helfen beim Aufrufen der Hauptfunktionen. Zudem kann sich der Fahrer acht Tasten frei programmieren, um in von ihm häufig genutzte Menüs zu springen. Audi hat außerdem die Sprachsteuerung überarbeitet. Diese versteht nun auch aus dem Zusammenhang heraus, was der Fahrer gerne möchte. So werden auf die Frage: "Wo kann ich tanken?" im Navigationssystem die nächstgelegenen Tankstellen angezeigt. Sowohl Apples CarPlay als auch das Google Android Auto sind im MMI integriert, wodurch Apps vom Smartphone oder Tablet auch im Fahrzeug genutzt werden können.
Hinter der serienmäßig elektrisch betriebenen Heckklappe mit "Fußgesten-Sensor" befindet sich ein Gepäckabteil mit 890 Litern Fassungsvermögen in der fünfsitzigen Version beziehungsweise 770 Liter beim Siebensitzer mit umgeklappter dritter Sitzbank. Wenn auch die zweite Sitzreihe umgeklappt wird, erweitert sich der Gepäckbereich auf bis zu 2.075 Liter. Um das Be- und Entladen zu vereinfachen wurde die Ladekante im Vergleich zum Vorgänger um 46 Millimeter abgesenkt.

Performance

Zur Markteinführung im kommenden Jahr rollt der neue Q7 mit einem drei Liter TDI- und einem ebenso Hubraum-starken TFSI-Motor zu den Händlern. Der Diesel leistet 200 kW/272 PS und bringt 600 Newtonmeter Drehmoment auf den quattro-Allradantrieb. Die Beschleunigung auf Tempo 100 ist nach 6,3 Sekunden abgeschlossen, der Vorwärtsdrang endet bei 234 km/h. Audi verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Litern auf 100 Kilometern. Im Turbo-Benziner sorgen 245 kW/333 PS und 440 Newtonmeter für den Vortrieb. Beim Standardspurt nimmt er dem Selbstzünder zwei Zehntelsekunden ab, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch limitiert.
Einige Monate später folgt eine weitere Variante des TDI-Motors mit 160 kW/218 PS und 500 Newtonmetern Drehmoment als Einstiegsmotorisierung sowie der Q7 e-tron quattro. Dieser Plug-In-Hybrid stellt gleichzeitig das Topmodell der Baureihe und die effizienteste Variante dar. Hier wird der drei Liter große Turbodieselmotor mit einem in die Achtgang-Automatik integrierten Elektromotor kombiniert, um eine Systemleistung von 275 kW/373 PS zu erreichen. Das maximale Drehmoment von 700 Newtonmetern lässt den Premium-SUV in glatten sechs Sekunden auf Tempo 100 sprinten und bis zu 225 km/h schnell werden. Beachtenswert ist der von Audi angegebene Durchschnittsverbrauch von lediglich 1,7 Litern auf 100 Kilometern.
Für die asiatischen Märkte sowie die USA folgt zudem ein zwei Liter großes TFSI-Triebwerk mit 185 kW/252 PS.

Preis

Preislich dürfte sich die zweite Generation des Audi Q7 vermutlich am Vorgänger orientieren. Nähere Informationen wird es wohl frühestens bei der Weltpremiere des Fahrzeugs auf der Detroit Auto Show geben.

Quelle: Audi