Acura NSX - New Sports eXperience

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Hybrid-Sportwagen mit über 550 PS
- zweite Generation des Japan-Sportlers
- Neungang-Doppelkupplungsgetriebe

 
25 Jahre nach der Präsentation der ersten NSX-Generation bringt Honda nun die zweite Generation an den Start. Auf der NAIAS in Detroit steht das Fahrzeug mit den Markenlogos der Untermarke Acura, da er so auf dem nordamerikanischen Markt angeboten und auch dort produziert wird.

Exterieur

Beim Design orientiert sich der nun serienreife NSX klar an den Studien, die Honda und Acura in den vergangenen Jahren auf diversen Messen gezeigt haben. Klassische Linien werden mit modernen Elementen zu einer reizvollen Kombination verknüpft. Neben der aggressiv gezeichneten Frontpartie fallen vor allem die seitlichen Lufteinlässe ins Auge, die sich hinter den Türen auftun und im oberen Bereich in Windleitelemente münden, die bis zum Dach reichen. Die Grafik der Rückleuchten erinnert an die erste NSX-Generation. Gegenüber der Studie von 2012 wurde das Fahrzeug um 80 Millimeter verlängert und um 25 Millimeter verbreitert, wobei die Passagierzelle ein Stück nach vorne wanderte. Gleichzeitig wuchs der Radstand um 20 Millimeter und die Höhe um 15 Millimeter.
Während der Entwicklungsphase wurden diverse Details des Fahrzeugs verändert. So zeigen sich die Luftein- und -auslässe an der Front ebenso neu gestaltet wie der optimierte Heckflügel oder die seitlichen Lufteinlässe.
Die Karosserie besteht aus einem umfangreichen Materialmix von Aluminium und SMC-Teilen (Sheet Molding Composite) und hängt an einem Aluminium-Space-Frame mit Carbon-Bodenplatte.

Interieur

Honda und Acura sprechen beim neuen NSX von einem "human-zentrierten Sportwagen", bei dem der Fahrer in allen Aspekten der Gestaltung an erste Stelle gestellt wurde. Er soll sowohl hervorragende Fahrzeugkontrolle haben, als auch beste Ergonomie und sehr gute Rundumsicht - so stand es im Lastenheft der Ingenieure. Dadurch wird eine hohe emotionale Bindung zwischen Mensch und Maschine erzeugt.
Bereits die neuen Sportsitze bieten ein Höchstmaß an Komfort bei gleichzeitig sehr gutem Seitenhalt und vielen Verstellmöglichkeiten. Anstelle klassischer Rundinstrumente sitzt hinter dem Lenkrad ein TFT-Display, dessen Darstellung je nach gewähltem Fahrmodus im Integrated Dynamics Select-System (IDS) wechselt. Dabei stehen die Modi "Quiet" (rein elektrisch), "Sport", "Sport+" und "Track" zur Auswahl. Inmitten des IDS-Controllers auf dem Mitteltunnel sitzt rot der Start-Stopp-Knopf für die Triebwerke. Durch das schwarze Leder des Armaturenbretts schimmert an diversen Stellen das nackte Aluminium des darunter liegenden Mittelträgers, der damit neben seiner stabilisierenden Wirkung auch eine optische Rolle spielt, ähnlich wie der Rahmen an so genannten Naked Bikes. Durch eine besonders dünne, gleichzeitig jedoch hochstabile A-Säule wird die Rundumsicht des Fahrers gegenüber konventionellen Sportwagen deutlich verbessert.

Performance

Direkt hinter den Passagieren befindet sich in Mittelmotorbauweise ein V6-Biturbotriebwerk mit 75° Bankwinkel. Um die Bauhöhe zusätzlich zu verringern, erhielt der Motorblock eine kompakte Ventilsteuerung und eine Trockensumpfschmierung. Dazu verfügt der neue NSX über drei Elektromotoren, die ihn zu einem veritablen Hybridsportwagen werden lassen. Der hintere E-Motor sitzt zwischen Motor und Getriebe und hilft beim Beschleunigen, Bremsen und gibt zusätzliche Performance in den Schaltpausen. Die anderen beiden Elektroantriebe sitzen an den Vorderrädern und können in Kurven ihre Leistung von Rad zu Rad verteilen. Noch gibt es keine genauen technischen Daten, erwartet wird jedoch eine Systemleistung von mehr als 550 PS. Die Kraftübertragung zum Super-Handling-Allradantrieb mit Torque Vectoring übernimmt ein Neungang-Doppelkupplungsgetriebe. Für besonders schnelle Beschleunigungsmanöver steht eine Launch Control zur Verfügung. Auf den vorn 19 und hinten 20 Zoll großen Rädern sitzen Continental ContiSportContact Pneus in den Dimensionen 245/35 Z 19 und 295/30 Z 20. Dahinter verbirgt sich die kraftvolle Bremsanlage mit Sechskolben-Bremszangen an der Vorderachse und Vierkolben am Heck sowie Carbon-Keramik-Bremsscheiben.
In die Abstimmung von Chassis und Fahrwerk sind inzwischen drei Jahre geflossen, in denen Prototypen des NSX in aller Welt unterwegs waren - unter anderem auch auf der Nürburgring Nordschleife. Die Entwicklung wurde dabei durch das Ingenieursteam aus dem Entwicklungszentrum in Raymond/Ohio geleitet.

Preis

Während der Präsentation wurden noch keine Preise genannt. Im Vorfeld kursierten jedoch rund 150.000,- US$ (rund 126.725,- €) als Einstandspreis. In den USA nimmt Acura ab Sommer erste Bestellungen entgegen, wobei die ersten Fahrzeuge erst gegen Ende des Jahres ausgeliefert werden sollen. Gefertigt wird er analog zum Honda NSX im neuen Performance Manufacturing Center (PMC) in Marysville/Ohio.

Quelle: Acura