Hennessey Venom F5 - Vorbereitungen laufen

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Neuer Mitbewerber für den Bugatti Chiron
- eigenständiges Chassis mit neuer Karosserie
- benannt nach hoher Tornado-Klassifizierung
- entwickelt bei Hennessey Special Vehicles
- Weltpremiere wohl noch in diesem Jahr
 


Zwischen Bugatti und dem US-amerikanischen Kleinserienhersteller Hennessey tobte in den letzten Jahren ein Kleinkrieg um die Krone des schnellsten straßenzugelassenen Autos. Nachdem die Molsheimer mit dem Veyron vorgelegt hatten, legte Hennessey mit dem auf der Lotus Exige basierenden Venom GT nach. Bugatti überbot den Wert mit dem Veyron Super Sport, musste jedoch nach Protest der Texaner für kurze Zeit den Titel wieder abgeben. Was war geschehen? Wie wohl auch in Kürze beim neuen Chiron erreichte der Veyron Super Sport seine Bestleistung nur nach Deaktivierung der elektronischen Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung. Allerdings gaben die Regelmacher des Guinness Buches der Rekorde schließlich doch der VW-Tochtermarke Recht und erkannten in der Folge einen Rekordversuch von Hennessey nicht an, da dieser entgegen geltender Regeln nicht als Durchschnittswert in zwei Fahrtrichtungen gemessen wurde.

Benannt nach einer Tornado-Kategorie
Damit liegt der Spielball seit einiger Zeit bei den Amerikanern, die jedoch mit ihrem alten Modell Venom GT keine neuen Rekorde mehr planten. Inzwischen ist hier auch die Produktion ausgelaufen. Dafür fanden im Hintergrund bereits intensive Vorbereitungen für einen komplett neuen Sportwagen statt, was inzwischen auch zur Gründung der Untermarke 'Hennessey Special Vehicles' führte. In dieser Abteilung entwickelt, produziert und verkauft man den neuen Venom F5, dessen Zusatzkürzel bereits klarmachen soll, wohin die Reise geht. Wetterexperten klassifizieren Tornados in Kategorien. Bis vor kurzem kam dabei die 'Fujita-Skala' zum Einsatz, die von F1 bis F12 reichte, wobei F5 Stürme mit Geschwindigkeiten zwischen 419 und 512 km/h klassifizierte. Seit zehn Jahren gibt es die 'Erweiterte Fujita-Skala', was Hennessey jedoch nicht von der Nutzung des alten Kürzels abhält.

Die Amerikaner selbst sind der Meinung somit das Erkennungszeichen für die schnellsten und härtesten Stürme auf der Erde zu nutzen, sollten dabei aber eventuell noch einmal ein wenig in die Unterlagen sehen. 1999 gab es in den USA einen Wirbelsturm der alten Klasse F6, der mit 529 km/h über Oklahoma zog. Beim Hennessey Venom F5 soll das Kürzel auf das selbstgesteckte Ziel hinweisen, den Wagen 300 mph (482,8 km/h) schnell zu machen. Im Gegensatz zum Venom GT erhält er dafür ein komplett eigenständig entwickeltes Chassis und eine neue Designsprache an der Karosserie, von der man einige wenige Eindrücke bereits auf den beiden Teaser-Bildern sieht.

Zu den technischen Daten machte John Hennessey bisher keine Angaben. Dafür sagte er: "Wir sind begeistert von unserem neuen F5 und dem neuen Design und Chassis, die er mitbringt. Auf diese Weise wollen wir eine noch höhere Performance durch verbesserte Aerodynamik und Technologie erreichen. Ich kann den neuen Venom F5 am besten als 'raffinierte Aggression auf Rädern' beschreiben. Wir zeigen das neue Fahrzeug später in diesem Jahr." Des weiteren gibt der Pressetext Auskunft darüber, dass die Leistungsdaten über denen des Venom GT liegen sollen. Dieser hatte in seiner letzten Ausbaustufe bereits 1.471 PS.

Kennen Sie schon die carsdaily.de Seite auf facebook? Dort werden Sie über alle neuen Artikel informiert und erhalten Live-Bilder von Veranstaltungen und Messen. https://www.facebook.com/carsdaily.de

Quelle: Hennessey