Aston Martin V8 Vantage GTE - Mit Muskelkraft

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Neues Rennfahrzeug des V8 Vantage GTE
- kompaktere Abmessungen, Entfall des V8
- nach oben offen mit festem Überrollschutz
- beschleunigt nur durch die Schwerkraft
- gebaut für das Red Bull Seifenkistenrennen
 


Nach gefühlten 50 Sondermodellen des V8 Vantage zeigt Aston Martin gemeinsam mit der hauseigenen Rennmannschaft nun doch nochmal etwas völlig Neues. Formal erinnert der Neuwagen klar an den V8 Vantage GTE, mit dem die Briten jüngst die GT-Pro-Kategorie in Le Mans gewinnen konnten. Allerdings fallen zwei Dinge ins Auge: Erstens ist der Wagen ein gutes Stück kleiner und bietet nur einer Person Platz und zweitens ist er nach oben offen. Ein geschrumpfter V8 Vantage Volante? Mitnichten. Zudem kann Aston Martin Erfahrungen anwenden, die man vor 104 Jahren mit den ersten Modellen der Markengeschichte gesammelt hat - muss diese jedoch umkehren. Damals ging es den Berg hoch bei Hillclimb-Veranstaltungen, nun geht es hinab. Auch das V8-Triebwerk entfiel komplett. Stattdessen verlässt sich dieser Aston Martin voll und ganz auf Muskel- und Schwerkraft, um schneller zu werden.
 
Anders erlaubt es das Reglement des Rennens '24 Seconds of Le Ally Pally' auch nicht, für den dieser Wagen entstanden ist. Dabei handelt es sich um das Red Bull Seifenkistenrennen am Alexandra Palace in London, das am gestrigen Sonntag stattfand. David King, Vorsitzender von Aston Martin Racing, sagte dazu: "Wenn man eine so große Herausforderung annimmt, ist es wichtig alle verfügbaren Mitarbeiter zu motivieren und alle Kräfte auf die Aufgabe zu verlagern. Aston Martin hat mit dem V8 Vantage GTE großartige Rennstreckenerfolge eingefahren. Damit war dessen Design die offensichtlichste Wahl für unsere Seifenkiste. Allerdings besetzen wir diese nicht mit unseren Werksfahrern, da wir die unbeschadet am kommenden Wochenende für das WEC-Rennen am Nürburgring brauchen." Stattdessen wurde 'freiwillig' der Prototype Senior Engineer Alex Summers als Pilot gemeldet.
 
Insgesamt belegte man am Ende Rang zwei, wobei neben der reinen Fahrzeit auch der Auftritt von Team und Auto bewertet wurden. Die Fahrt selbst kann man im folgenden Video aus der Fahrerperspektive erleben.

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Quelle: Aston Martin