Nissan GT-R/C - Per Joystick rund um Silverstone

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Dual-Shock-Controller führt Nissan GT-R/C
- Jann Mardenborough steuerte den Wagen
- genutzt wurde Silverstones Club Circuit
- bis zu 211 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Fahrzeug wirbt 2018 in Schulen für Jobs
 


Seit 20 Jahren ist Nissan in die Gran-Turismo-Spielereihe auf der Sony PlayStation involviert. Um dieses Jubiläum und die Veröffentlichung des neuesten Teils 'Gran Turismo Sport' zu feiern, rüstete der britische Importeur des japanischen Herstellers nun einen 2011er GT-R zu einem ferngesteuerten Auto um. Die Kontrolle verlegte man dabei auf den aktuellen 'DualShock 4 Controller' der PlayStation 4. Diesen übernahm Werksrennfahrer Jann Mardenborough, der vor einigen Jahren über Gran Turismo und die GT Academy in den Rennsport gekommen war. Er ist der erfolgreichste Absolvent dieser Rennfahrerschule, die sowohl virtuell als auch real stattfindet.
 
Er steuerte den GT-R/C um den 2,6 Kilometer langen Club Circuit des Formel-1-Rennkurses von Silverstone. Hierzu setzte er sich als Copilot in einen Robinson R 44 Raven II Helikopter, um das Fahrzeug jederzeit im Blick zu haben. Auf der langen Geraden erreichte er dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 131 mph (rund 211 km/h). Die schnellste Rundenzeit betrug 1:17,47 Minute mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 76 mph (122 km/h). Um dies zu ermöglichen erhielt der 550 PS starke Nissan GT-R insgesamt vier Roboter-Einheiten, die sich um die Lenkung, den Automatikwählhebel, das Brems- und das Gaspedal kümmern. Im Kofferraum sitzen sechs Computer, die 100-mal pro Sekunde überprüfen, ob es Controller-Eingaben von Jann Mardenborough gibt und diese dann entsprechend umsetzen. Hierfür verknüpfte man den DualShock-Controller mit einem Mikrocomputer und einer Funkeinheit mit rund einem Kilometer Reichweite.
 
Mardenborough erleichterte man die Bedienung des GT-R/C zusätzlich, indem man im Helikopter-Cockpit ein Digitaldisplay mit der aktuellen Geschwindigkeit des Wagens installierte, die über Daten einer Racelogic-Vbox übermittelt wurden. Zudem verfügte der ferngesteuerte Wagen während der schnellen Runden über zwei zusätzliche Sicherheitssysteme in Form von zwei weiteren Fernbedienungen, die über jeweils eigene Funkfrequenzen mit dem Auto verbunden waren. Falls der Controller von Jann Mardenborough ausgefallen wäre, hätte man auf diese Weise das Fahrzeug abbremsen und den Motor abstellen können. Im kommenden Jahr möchte Nissan den GT-R/C für Projekte in Primary und Secondary Schools in Großbritannien zur Verfügung stellen, um dort für Karrieren in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Mathematik und Ingenieurwesen zu werben.

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Quelle: Nissan