BMW M6 GT3 - Testarbeit beginnt

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Roll-Out in Dingolfing
- Jörg Müller fuhr erste Runden
- über 500 PS starker V8-Biturbomotor

 
Nachdem es Ende letzten Jahres zwei Zeichnungen als Ankündigung gab, hat BMW Motorsport inzwischen einen ersten Prototypen des kommenden M6 GT3 aufgebaut, mit dem man den erfolgreichen Z4 GT3 im internationalen Rennsport ablösen möchte. Bis zum ersten Start in der Saison 2016 ist ein intensives Testprogramm auf verschiedenen Rennstrecken geplant, um das Fahrzeug so gut wie irgend möglich vorzubereiten.
 
Am vergangenen Samstag fand der erste Roll-Out auf der Einfahrbahn des BMW-Produktionsstandortes in Dingolfing statt. Am Steuer saß mit Jörg Müller einer der erfahrensten BMW-Werksfahrer, der anschließend zu Protokoll gab: "Es ist ein großartiger Moment, wenn man in die Box kommt und dieses unheimlich schöne Auto sieht. Ich bin sehr stolz, die ersten Kilometer gefahren zu sein. Ein Roll-out ist natürlich nur ein erster Funktionstest, doch es ist insgesamt alles sehr gut und problemlos gelaufen. Der Motor hat mich wirklich beeindruckt. Er ist stark und hat ein gutes Drehmoment, was für ein solches Auto wichtig ist. Ich bin davon überzeugt, dass BMW Motorsport seinen Kunden im BMW M6 GT3 einen fantastischen Rennwagen anbieten wird."

Der von Jörg Müller bereits angesprochene Motor ist ein 4,4 Liter großes V8-M-TwinPower-Biturbotriebwerk mit Trockensumpfschmierung und aktuell bereits über 500 PS. Das sequenzielle Sechsgang-Getriebe liegt in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse. Nach einer gründlichen Diät nebst ausgiebigem Besuch des hauseigenen Windkanals, wo breitere Radhäuser und die obligatorischen Spoiler und Flügel anmodelliert wurden, bringt der M6 GT3 weniger als 1.300 Kilogramm auf die Waage.
 
Natürlich stand bei der Entwicklung auch die Sicherheit des Fahrers im Mittelpunkt. Entsprechend der FIA-Regularien für die GT3-Kategorie wurde eine Sicherheitszelle inklusive Rennschalensitz entwickelt und in die Karosserie integriert. Ein automatisches Feuerlöschsystem und die auf Knopfdruck komplett deaktivierbare Elektronik zählen eh zum kleinen Einmaleins im Rennsport. Daneben war es für die Ingenieure auch wichtig, ein wartungsfreundliches und effizientes Rennauto auf die Räder zu stellen, das vor allem bei den weltweit beliebten 24-Stunden-Rennen mit guter Zuverlässigkeit begeistern kann.

Quelle: BMW Motorsport