IGM - Neue Sportwagenmarke von Gordon Murray

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Gordon Murray seit 50 Jahren Designer
- kleine Sonderausstellung am Firmensitz
- 40 Fahrzeuge aus seiner Vergangenheit
- entwickelt neuen eigenen Sportwagen
- Fertigung im iStream Superlight System
 


Autofans ist der Name Gordon Murray zweifelsfrei ein Begriff. Der heute selbstständig arbeitende Brite machte sich unter anderem bei Brabham und McLaren in der Formel 1 einen Namen als begnadeter Designer, bevor er mit dem straßenzugelassenen McLaren F1 schließlich sein Meisterwerk setzte. Anschließend verlegte er sich auf die reine Entwicklerschiene und brachte für verschiedene Firmen Fahrzeugkonzepte auf den Weg. Darunter befanden sich neben umweltfreundlichen Kleinstwagen auch Offroader für den Einsatz auf abgelegendsten Straßen. Zuletzt entwickelte er vor zehn Jahren das patentierte iStream-Fertigungsverfahren für Kohlefaser-Komponenten, das unter anderem beim neuen TVR Griffith in der weiterentwickelten 'iStream Carbon'-Version zum Einsatz kommen wird.
 
Allerdings kitzelt es Gordon Murray auch stets in den Fingern, eigene Projekte zur Serienreife zu bringen. Vor 50 Jahren baute er in Südafrika sein erstes eigenes Auto, den 'T.1 IGM Ford Special', der sich formal stark am Lotus Seven orientierte (den wir bis heute unter anderem als Caterham Seven kennen). Das von ihm damals gestaltete Logo seines Eigenbaus dient nun einer neuen Sportwagenmarke als Erkennungssymbol und Namen: IGM. Aktuell laufen hier die Entwicklungen für einen neuen, fahrerorientierten Sportwagen, dessen Entwicklungsziel klar die Performance-Werte des McLaren F1 sein sollen. Zudem verspricht der südafrikanische Designer 'einige der weitestentwickelten Aerodynamik-Details' die jemals an einem Straßenfahrzeug zu sehen waren. Als Konstruktionsverfahren kommt das weiterentwickelte 'iStream Superlight' zum Einsatz, bei dem hochfeste Aluminium-Sektionen die bisher beim 'iStream'- und 'iStream Carbon'-System verwendeten Stahlstreben ersetzen. Auf diese Weise wiegt die Rohkarosserie am Ende lediglich 50 Prozent einer vergleichbaren Stahlkarosserie bei gleichzeitig deutlich höherer Steifigkeit und Haltbarkeit.
 
Um die Gründung der neuen Marke IGM gebührend zu feiern zeigt Gordon Murray in der 'One Formula'-Ausstellung in seinem neuen 1.500 Quadratmeter großen Gebäude auf dem Firmengelände in Dunsfold Park aktuell 40 Fahrzeuge aus seiner 50-jährigen Designer-Geschichte. Darunter befinden sich neben diversen Brabham-Formel-1-Rennern auch vier verschiedene Varianten des McLaren F1, der 1967er T.1 IGM Ford Special und verschiedene Ausführungen des GMD City Car T25, das ab 2010 in Kleinserie entstand. Zuletzt nutzte Shell eine weiterentwickelte Variante 2016 als Aushängeschild für die Verringerung des persönlichen CO2-Fußabdrucks. In einem zweiten Teil der Ausstellung namens 'Gordon's Garage' stehen Autos aus der Privatsammlung des Designers. Darunter befinden sich zwei Lotus Elan, ein Honda S800, ein Abarth 750 Zagato und ein De Tomaso Vallelunga. In das neue Gebäude von Gordon Murray Automotive zieht noch in diesem Jahr die Tochterfirma Gordon Murray R&D, die bislang in Shalford/Surrey ansässig war.

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Quelle: IGM