Aston Martin Valkyrie AMR Pro - Für die Rennpiste

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Valkyrie für die Rennstreckenbenutzung
- mit deutlich veränderter Aerodynamik
- mehr Anpressdruck, aktive Elemente
- innen mit fest installierten Sitzschalen
- mehr Leistung aus dem Cosworth-V12
 



Nachdem Aston Martin auf dem Genfer Salon den bis dahin namenlosen Supersportwagen, der gemeinsam mit Red Bull Advanced Technologies unter dem Titel 'AM-RB 001' entwickelt wird, zum 'Valkyrie' erhob und kurz darauf auch das eng gestaltete Interieur präsentierte, folgt nun eine Vorankündigung für die Rennversion Valkyrie AMR Pro. Wobei 'Rennversion' streng genommen nicht korrekt ist. Weder Aston Martin noch Red Bull streben eine offizielle Homologation für irgendeine weltweite Motorsportkategorie an. Stattdessen soll diese Version ohne Straßenzulassung analog zu Ferraris 'XX Clienti'-Programm besonderen VIP-Kunden angeboten werden, die damit auf bekannten Rennstrecken Trainings absolvieren dürfen.

Dafür dürfen sich die Entwicklungsingenieure abseits der parallel entwickelten Straßenversion frei entfalten und dem Wagen alles angedeihen lassen, was ihn noch schneller und aufregender macht. Die auffälligsten Veränderungen umfassen dabei das Exterieur und sind zum Teil bereits auf den ersten beiden Skizzen zu erkennen. Um deutlich mehr Abtrieb zu erzielen mussten alle aerodynamischen Flächen überarbeitet werden. Während der normale Valkyrie bewusst auf Flügelelemente verzichtet, zeichnete Stardesigner Adrian Newey am AMR Pro sowohl einen großen Frontspoiler als auch einen gewaltigen Heckflügel in zwei Etagen. Hinzu kommen eine senkrechte Luftleitfinne und Modifikationen der seitlichen Luftführungselemente. Einige Bauteile stellen sich je nach Fahrzustand aktiv in den Wind oder klappen zugunsten einer höheren Geschwindigkeit weg.

Direkt hinter dem Fahrer werkelt ein V12-Saugmotor mit 6,5 Litern Hubraum, der gemeinsam mit Coswort entwickelt wird und im Vergleich zum Straßenwagen mehr Leistung und Drehmoment freisetzt. Zudem verfügt auch der Valkyrie AMR Pro über ein gemeinsam mit Rimac entwickeltes Energierückgewinnungssystem für zusätzliche Elektrokraft beim Beschleunigen. Technische Daten gibt Aston Martin zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Im Vergleich zum normalen Valkyrie steht der AMR Pro auf kleineren Rädern mit nur 18 Zoll Durchmesser, auf denen passende Rennslicks von Michelin nach WEC-LMP1-Spezifikation sitzen. Für bestmögliche Negativbeschleunigungswerte sorgt eine Carbon-Carbon-Bremsanlage.

Durch das konsequente Weglassen von Details, die auf der Rennstrecke nicht benötigt werden, beispielsweise einer Heizung oder eines Infotainment-Displays, und den nochmals konsequenteren Leichtbau mit Polycarbonat-Windschutzscheibe und -Seitenscheiben sowie leichteren Karosseriebauteilen ist der Valkyrie AMR Pro noch leichter als sein Vetter für die Straße. Für die Radaufhängungen kommt wie im Rennsport Carbon zum Einsatz. Im Innenraum werden die Sitzschalen fest ins Monocoque eingearbeitet. Auf diese Weise möchte man nicht nur die höhere Höchstgeschwindigkeit von rund 250 mph (402 km/h) ermöglichen, sondern auch Querbeschleunigungen von 3,3 g und Bremskräfte von 3,5 g. Auf der Rennstrecke sollen Rundenzeiten im Bereich aktueller Formel-1- und LMP1-Rennwagen möglich sein. Soetwas war bislang undenkbar, wenn man an eine Rennversion eines zugelassenen Straßenfahrzeugs dachte.

Damit die kommenden Besitzer diese Fähigkeiten ihrer Fahrzeuge wenigstens ansatzweise auskosten können, bietet Aston Martin Red Bull Racing ein umfangreiches Trainingsprogramm an, dessen Bestandteile auf die jeweiligen Fähigkeiten der einzelnen Kunden abgestimmt werden. Etwas Ähnliches gibt es aktuell bereits für den Aston Martin Vulcan. Neben Fahrten auf der Rennstrecke umfasst das Programm auch Zeit im Fahrsimulator und gezielte Fitnesskurse. Beim Partner AF Racing sollen ab 2020 lediglich 25 Exemplare des Aston Martin Valkyrie AMR Pro aufgebaut werden, die bereits jetzt allesamt verkauft sind. Preise nennen die Briten verständlicherweise nicht.

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Quelle: Aston Martin