SCG 004S - Einstiegsmodell von Glickenhaus

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Neuer Sportwagen von James Glickenhaus
- 650 PS starker V8-Biturbomotor an Bord
- zentrale Fahrerposition, manuelles Getriebe
- klassische Rundinstrumente, kein Display
- ab 400.000,- US$ ab Ende 2018 erhältlich
 


Nachdem das Team rund um James Glickenhaus vor einigen Wochen bereits erstmals einen neuen, kleineren Sportwagen ankündigte, folgt nun die Enthüllung eines Modells im Maßstab 1:4 sowie einiger Computer-Retuschen des kommenden SCG 004S.

Exterieur - Designzitate vom Ford GT

Wie bereits der größere und stärkere SCG 003 basiert auch der neue SCG 004S auf einem eigens entwickelten Carbon-Monocoque und besteht auch ansonsten aus Kohlefaser-Bauteilen. Durch gezielten Leichtbau möchten die Amerikaner in Kooperation mit MAT in Italien ein Leergewicht im Bereich von 1.180 Kilogramm sicherstellen. Optisch nimmt der 004 die Linienführung des 003 wieder auf. Er erinnert stark an klassische Le-Mans-Prototypen der späten 1960er Jahre, bringt jedoch auch moderne Aerodynamik-Erkenntnisse mit ein. Vorn fällt vor allem der zwischen den Lampenbögen und Kotflügeln gespannte Flügel auf, der gemeinsam mit einem Splitter für Abtrieb an der Vorderachse sorgt.

Weiter oben in Richtung Windschutzscheibe sorgen breite Luftauslässe für die Abfuhr der heißen Kühlerabluft. Über den Passagieren wird es hell und (gefühlt) luftig, da die Designer gezielt reichlich (Plexi-)Glas für die an der A-Säule angeschlagenen Flügeltüren einsetzen. Hinter den Türen schließt sich ein Bereich an, der Sportwagenfans unter Umständen vom aktuellen Ford GT bekannt vorkommt. Die eigentliche Karosserie verjüngt sich bis zum Heck und wird seitlich von Bögen zu den hinten Kotflügeln überspannt. Vor den Hinterrädern strömt frischer Fahrtwind in Richtung des Triebwerks. Dessen Klimahaushalt stellen diverse Auslässe in der Motorhaube sicher. Den Abschluss bilden ein breiter Heckflügel, zwei nach oben mündende Auspuffendrohre und ein großer Diffusor. Anpressdruck auf der Hinterachse ist also ebenfalls gewährleistet.

Interieur - Zentrale Fahrerposition

Erstmals seit dem vor 25 Jahren präsentierten McLaren F1 möchte die Scuderia Cameron Glickenhaus den Fahrer im wahrsten Wortsinn in den Mittelpunkt setzen. Schräg links und rechts hinter ihm können zwei Mitfahrer Platz nehmen. Ein einfaches, airbagloses Dreispeichenlenkrad ermöglicht Kurskorrekturen, während dahinter klassische Rundinstrumente über alle wichtigen Fahrtinformationen Auskunft geben. Einige wenige Knöpfe und Schalter umgeben das Lenkrad und die linke Seite des Fahrersitzes. Rechts findet sich indes ein klassischer Schalthebel mit offener Kulisse, wie sie bis vor einigen Jahren bei gewissen italienischen Autos noch zum guten Ton gehörte. Davor, zwischen Schalthebel und Armaturenbrett, befindet sich das einzige optische Zugeständnis an die Neuzeit: Eine Dockingstation für Smartphones. Als einziges Display im gesamten Innenraum findet sich zentral am Dachhimmel die Anzeige der mittleren Rückfahrkamera, die den Innenspiegel ersetzt.

Performance - 650 PS starker V8-Turbomotor

Um den leichtgewichtigen Sportwagen standesgemäß in Bewegung zu versetzen nutzt SCG einen fünf Liter großen V8-Biturbomotor. Dieser leistet 478 kW/650 PS und stemmt ein maximales Drehmoment in Höhe von 720 Newtonmetern auf das manuelle Sechsgang-Getriebe. Trotz der Turboaufladung verspricht Glickenhaus ein Hochdrehzahlkonzept mit einem roten Bereich bei 8.200 U/min. Neben dem Schaltgetriebe soll auch ein sequenzielles Getriebe optional lieferbar sein.

Solange es noch keinen fahrfähigen Prototypen gibt, möchte SCG vorerst keine Fahrleistungen nennen. Verständlich, aber anhand der technischen Daten in Verbindung mit dem angestrebten Leergewicht von weniger als 1,2 Tonnen dürften sich faszinierende Werte ergeben.

Preis

Preislich soll der Einstieg in den neuen SCG 004S ab 400.000,- US$ möglich sein. Sichtcarbon oder farbig eingefärbtes Sichtcarbon kosten einen deutlichen Aufpreis. Die ersten 25 Exemplare zählen zur exklusiven 'Founders Edition' und sollen innerhalb der kommenden 18 Monate ausgeliefert werden. Vorbesteller müssen eine Anzahlung in Höhe von 40.000,- US$ überweisen. Bis 2020 soll die Jahresproduktion auf rund 250 Fahrzeuge angekurbelt werden. Neben dem Straßenfahrzeug soll es auch wieder eine Rennversion geben, die von der Scuderia Cameron Glickenhaus unter anderem beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring eingesetzt wird - aber auch interessierten Kundenteams zur Verfügung steht. GT3- und GTE-Varianten folgen. Damit rückt dann auch ein Traum von Jim Glickenhaus wieder in greifbare Nähe: Die Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans.

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Quelle: SCG