Spyker C8 Aileron LM85 - Abschied vom Aileron

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Finale drei Exemplare des Spyker Aileron
- LM85 Sondermodell in den Rennfarben
- gestaltet im Stil der Le-Mans-Rennwagen
- innen farblich abgestimmte Steppnähte
- 532 PS starkes V8-Kompressor-Triebwerk
 


Auf dem Genfer Autosalon 2008 debütierte auf dem Spyker-Stand ein neues C8-Modell mit dem Beinamen Aileron. Erst zwei Jahre später zeigte man ein serienreifes Fahrzeug, ab 2011 erfolgte der Beginn der Serienfertigung, die jedoch bis heute lediglich sieben bis zehn Fahrzeuge umfasst. Gründe dafür liegen in der zeitweise schwierigen Markengeschichte rund um die Übernahme der schwedischen Marke Saab. Inzwischen geht es der niederländischen Sportwagenmanufaktur wieder besser. Mit dem C8 Preliator und dem dazugehörigen Spyder präsentierte man bereits zwei neue Modelle, die von einem gemeinsam mit Koenigsegg entwickelten V8-Triebwerk befeuert werden sollen.

Allerdings liegen in den Fabrikationshallen noch Bauteile für drei finale C8 Aileron, die nun als exklusive LM85-Edition angeboten werden. Diese Edition gab es bereits auf Basis des C8 Laviolette und nimmt Bezug auf die Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, bei dem eines der Spyker-Rennfahrzeuge die Startnummer 85 erhielt. Bereits in der Gründungszeit der Marke betätigte man sich im Rennsport und dabei speziell bei Langstreckenrennen. 1922 setzte der renommierte Fahrer Selwyn Edge einen stromlinienförmig verkleideten Spyker C4 für einen Geschwindigkeitsrekordversuch über zweimal 12 Stunden. Im Gegensatz zu heute waren damals Rennphasen von zusammenhängenden 24 Stunden noch nicht obligatorisch. Diese 'Double 12'-Distanz legte Edge mit seinem Spyker in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h zurück.

Exterieur - Drei Bicolor-Lackierungen zur Auswahl

Im Vergleich zu den meisten der bislang gebauten C8 Aileron erhalten die drei Exemplare der LM85-Edition eine genietete Aluminiumkarosserie mit verbreiterten Kotflügeln. Zudem entstehen die seitlichen Lufteinlässe jeweils aus massiven Aluminiumbauteilen, die auf computergestützten Drehbänken in Form gebracht werden. Wie bereits beim C8 Laviolette LM85 erhalten die Aileron eine Lackierung im Stil der Rennfahrzeuge mit angedeutetem Spyker-'S' in Kontrastfarbe. Interessant ist dabei, dass Spyker drei Farbkombinationen (schwarz mit rotem S, rot mit schwarzem S und schwarz mit goldenem S) fest ankündigt, aber in den Pressebildern insgesamt fünf Varianten zeigt.

Interieur - Diamantgesteppte Sitze

Passend zu den jeweils gewählten Exterieurfarben gestaltet Spyker auch den Innenraum des jeweiligen C8 Aileron LM85. Im farblich abgestimmten Leder finden sich farbige Ziernähte, die auf den Sitzmittelbahnen und Türverkleidungen zusätzlich in Diamantsteppung ausgeführt sind. Am Armaturenbrett und der Mittelkonsole finden sich Aluminium in Hammerschlag-Optik und klassische Rundinstrumente von Chronoswiss. Hinter den Sitzen zeigen sich hochglanzpolierte Überrollbügel.

Performance - Letzte Spyker-Fahrzeuge mit Audi-V8-Motor

Antriebstechnisch bleibt es beim vom normalen Spyker C8 Aileron bekannten V8-Triebwerk, das von Audi zugekauft wird. Mittels Kompressoraufladung kitzeln die Niederländer aus den 4,2 Litern Hubraum 392 kW/532 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment. Kombiniert mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe geht es in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und weiter bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h.

Preis

Zum Preis der drei C8 Aileron LM85 Exemplare machte Spyker noch keine Angaben.

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Quelle: Spyker