nanoFlowcell Quant F - Weiterentwicklung

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Spitzenleistung bei 1.090 PS
- 800 Kilometer Reichweite
- neues Monocoque aus Carbon

 
Im Vorfeld des Genfer Autosalons hat nanoFlowcell erste Bilder und Daten zum weiterentwickelten Quant veröffentlicht, der ab jetzt den Zusatzbuchstaben F trägt. Während das Fahrzeug auf den ersten Blick identisch ausschaut wie der Quant E vom letzten Jahr, gibt es in der Tat diverse tiefgreifende Veränderungen. Das gesamte Carbon-Monocoque wurde überarbeitet, um mehr Platz im Interieur zu schaffen und gleichzeitig durch dünnere A-Säulen für mehr Übersichtlichkeit zu sorgen. Vorn leuchten so genannte "QUANTeYES"-Scheinwerfer die Nacht aus. Sie sehen aus wie ein menschliches Auge und enthalten hinterleuchtete Kristalle, die beim Einschalten ein "Q" für Quant erzeugen. Am Heck fährt ab Tempo 80 automatisch ein kleiner Heckspoiler aus, um für mehr Anpressdruck zu sorgen. Für besonders sportliche Fahrmanöver lässt sich der Spoiler auf Knopfdruck noch steiler aufstellen.

Auch die Flusszellen-Batterie erhielt ein Upgrade und speist nun über 50 Ampere in ein neu entwickeltes Zwischenspeichersystem ein. Dieses kann für kurze Zeit über 2.000 Ampere an die Elektromotoren liefern, wenn die volle Leistung benötigt wird - ein Novum im Automobilbau. Insgesamt stieg die Reichweite mit einer Tankfüllung Elektrolytflüssigkeit auf 800 Kilometer. Das Automatikgetriebe erhielt einen zweiten Vorwärtsgang und bringt eine Spitzenleistung von 802 kW/1.090 PS auf die Straße. Die Höchstspannung steigt von 600 auf 735 Volt, bleibt im Normalfahrmodus jedoch bei 400 Volt begrenzt. Als Höchstgeschwindigkeit nennt nanoFlowcell mehr als 300 km/h. Der permanente Allradantrieb, der durch die vier Radnabenmotoren erzeugt wird, verwandelt sich bei hohen Geschwindigkeiten in einen reinen Hinterradantrieb, während die beiden vorderen Motoren im Leerlauf mitlaufen.
 
nanoFlowcell verwendet anstelle von Sauerstoff und Wasserstoff, wie man es von Wasserstoff-Fahrzeugen kennt, zwei verschiedene Elektrolytflüssigkeiten, von denen eine positiv und die andere negativ geladen ist. Diese sind in zwei jeweils 250 Liter großen Tanks untergebracht und sind weder brennbar noch giftig. Sie werden durch die Flusszellen-Batterie geleitet und tauschen dort ihre Ladung aus, wodurch Strom erzeugt wird.

Der viersitzige Elektro-Sportwagen feiert in Genf seine Weltpremiere. Während die Karosserie bereits zu 100% Serienstandard erreicht hat, ist das Interieur erst zu rund 90% auf dem Level, das von den Zulassungsbehörden gefordert wird. Aktuell wird noch an den Airbagsystemen, dem hinteren Display und den notwendigen Crashtests gearbeitet. Um das Fahrzeug weltweit anbieten zu können, wird der Quant sowohl in den USA als auch in Europa durch die Crashtests geschickt.

Quelle: nanoFlowcell