BMW M4 - MotoGP Safety Car

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- BMW ist seit 1999 Partner der MotoGP
- neues M4 Safety Car für Saison 2015
- Motor mit neuer Wassereinspritzung

 
Bereits seit 1999 ist BMW offizieller Partner der MotoGP und liefert für die Motorrad-Meisterschaft sowohl das Medical Car als auch das Safety Car. Für die neue Saison wurde extra ein M4 Coupé überarbeitet, um noch besser für die Aufgabe als Safety Car gerüstet zu sein.

Exterieur

Gegenüber dem normalen M4 erhält das Safety Car die schwarz lackierten M Performance Nieren in schwarz, M Performance Front- und Heckschürze, Schnellverschlüsse für die Motorhaube, M Performance Schwellerverkleidungen, Carbon-Außenspiegelkappen und die M Performance Abgasanlage aus Titan mit in Carbon eingefassten Endrohren. Auffälligste Änderungen sind natürlich der LED-Leuchtbalken auf dem Fahrzeugdach, die Folierung in den berühmten M-Farben und der Carbon-Heckflügel.

Interieur

Fahrer und Beifahrer werden in Recaro-Rennsitzen durch Mehrpunktgurte aus dem Hause Schroth am Platz gehalten. Wie in einem Rennauto gibt es im Safety Car zudem einen vollwertigen Überrollkäfig und einen Feuerlöscher. Alle Dekorleisten sind in Sichtcarbon ausgeführt. Oberhalb des Armaturenbretts findet sich der Schriftzug "M4 Coupé Safety Car - Official Car of MotoGP".

Performance

Technisch wirft das M4 Safety Car in der Saison 2015 einen Blick in die Zukunft der M GmbH. Demnächst wird der sportliche Ableger von BMW ein Serienmodell mit Wassereinspritzung auf den Markt bringen. Diese Technologie erhöht die Leistung und reduziert gleichzeitig den Verbrauch. Das Wasser wird als feiner Nebel in den Luftsammler eingesprüht und kühlt damit die Ansaugluft, die aus den heißen Turboladern kommt, herunter, die dadurch dichter und reicher an Sauerstoff wird. Zwar sorgen bereits die Ladeluftkühler für eine gewisse Abkühlung der Ansaugluft, aber auch diese Bauteile haben ihre physikalischen Limits.
Durch die kühleren Temperaturen wird auch die Klopftendenz des Motors gemindert (unkontrollierte Verbrennung des Kraftstoffs bei zu hoher Temperatur im Zylinder) und der Flammpunkt erfolgt nahe am Idealzeitpunkt. Durch den höheren Druck beim Verdichtungsprozess verbesseren sich die Motorleistung und das Drehmoment. Zudem erhöht die geringere Temperatur auf Dauer auch die Laufzeiten der einzelnen Aggregate, wie Kolben, Auslassventilen und dem Katalysator. Auch die Menge an Stickstoffoxid, die aus dem Auspuff kommt, nimmt deutlich ab.
BMW bringt beim M4 Safety Car das benötigte Wasser in einem fünf Liter großen, frostsicheren Behälter im Kofferraum unter, der auch eine Wasserpumpe sowie Sensoren und Ventile enthält, die von der Motorelektronik gesteuert werden. Durch die Pumpe wird das Wasser mit einem Druck von zehn Bar in die drei Injektoren am Luftsammler geleitet. Somit versorgt jeder Injektor zwei Zylinder des Reihen-Sechszylinder-Triebwerks. Dabei wird die Menge der aktuellen Geschwindigkeit, der Gaspedalstellung und der Motortemperatur angepasst. Während bei normaler Nutzung im Straßenverkehr nur bei etwa jedem fünften Tankstopp auch Wasser nachgefüllt werden muss, geht BMW bei der Rennstreckennutzung des Safety Car davon aus, dass der Tank im Kofferraum bei jedem Nachtanken aufgefüllt werden muss.
Aus Sicherheitsgründen sind diverse Sensoren im Wassereinspritzsystem verbaut, die bei leerem Wassertank oder einem Defekt des Systems die Motorleistung zurücknehmen und somit Schaden vom Triebwerk abwenden können. Dazu werden sowohl der Ladedruck als auch der Zündzeitpunkt zurückgenommen. Auch bei funktionierender Wassereinspritzung erfüllen die Sensoren einen Zweck: Sobald der Motor abgestellt wird, arbeitet die Wasserpumpe umgekehrt, um das Wasser aus den Leitungen zurück in den Tank zu fördern. Die Sensoren geben dabei klare Befehle, wie lange die Pumpe arbeiten muss. So wird verhindert, dass das Wasser in den Leitungen bei kalten Außentemperaturen gefrieren kann.

Preis

Das BMW M4 Safety Car der MotoGP steht auch für Geld und gute Worte nicht zum Verkauf. Allerdings hat unsere Kategorie "Preis" in diesem Fall ihre Berechtigung, da BMW seit 2003 den M Award an den besten MotoGP-Piloten vergibt und dieser am Ende der Saison ein nagelneues Fahrzeug aus der M-Palette mit nach Hause nimmt.

Quelle: BMW