Range Rover Sport Hybrid - Wintertest

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Langstreckenfahrt mit Anhänger
- reale Alltagsbedingungen im Winter
- rund 4.023 km bis zum Polarkreis

Land- und Range-Rover-Kunden nutzen ihren Offroader gern als Zugfahrzeug. Dabei kommen neben Boots- und Pferdeanhängern auch überdurchschnittlich häufig Wohnanhänger der Marke Airstream zum Einsatz. Zusammen mit dem europäischen Airstream-Importeur unterzogen die Briten daher nun ihr neuestes Technologiepaket einem speziellen Test unter Realbedingungen.

Der neue Range Rover Sport SDV6 Diesel-Hybrid ist für sich genommen bereits ein reizvolles Konzept. Sein drei Liter großer Turbodieselmotor mit 225 kW/306 PS ist mit einem zusätzlichen Elektromotor kombiniert, der weitere 25 kW leistet. Gemeinsam bringen sie ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern über eine Achtgang-Automatik auf den permanenten Allradantrieb. Diese Leistung sollte also nun unter wirklichen Bedingungen außerhalb von irgendwelchen gut geheizten Testlaboren unter Beweis gestellt werden.
 
Hierzu machte sich ein Team von Land-Rover-Testfahrern vom Stammsitz im britischen Gaydon aus auf nach Mengerskirchen in Deutschland, wo der Airstream Generalimporteur für Europa beheimatet ist. Dort wartete bereits das Topmodell der aktuellen Palette, der 8,25 Meter lange Airstream 684, auf Winterreifen stehend darauf, endlich an den Range Rover Sport gehängt zu werden. Der 684 fällt nicht nur durch das typische Airstream-Design auf, er bietet von innen die vollen Annehmlichkeiten einer eigenen Hotel-Suite auf Rädern, inklusive zwei Doppelbetten, Oberflächen von Corian in der Küche und dem großzügig geschnittenen Badezimmer sowie Satelliten-TV. Inklusive dem Gepäck der Briten brachte der Hänger 2,5 Tonnen auf die Waage. Dank einer Anhängelast von 3 Tonnen kein Problem für den Range Rover Sport. Von Mengerskirchen aus ging es nur noch nordwärts.

Es ging quer durch Deutschland, durch den Elbtunnel und hinein nach Dänemark. Dort änderte sich die Himmelsrichtung einmal kurz nach Osten, um vorbei an Odense und Kopenhagen die 7,8 Kilometer lange Øresund-Brücke nach Schweden zu erreichen. Bei der Überquerung geriet das Team in die letzten Ausläufer von Sturmtief Ole, was zu starken Seitenwinden auf der Brücke führte. Der serienmäßige Trailer-Stability-Assist half hier durch gezielte Bremseinwirkungen dabei, das Gespann sicher in der Spur zu halten.

In Schweden angekommen galt es den Rekordschneemengen und vereisten Straßen zu trutzen, um Fahrzeug und Hänger zum Zwischenziel in Arjeplog zu bringen. Bei Temperaturen rund um -22°C stellten sowohl der Airstream als auch der Range Rover Sport ihre Kältequalitäten unter Beweis. Immerhin kochte und schlief die Fahrzeugbesatzung jede Nacht tatsächlich im mitgebrachten Trailer. Von der Kälte merkten sie indes nur auf dem Weg zwischen Auto und Hänger etwas.

Vom Jaguar Land Rover Testcenter in Arjeplog aus ging es schließlich noch weiter zu einem Abstecher an den Polarkreis, wo die Thermometer zwischen -39 und -42°C anzeigten. Damit betrug die volle Reisedistanz gut 2.500 Meilen oder umgerechnet rund 4.023 Kilometer.
 
Quelle: Land Rover