Aston Martin Vulcan - Fahrtraining inklusive

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Über 800 PS starkes V12-Triebwerk
- Karosserie und Monocoque aus Carbon
- umfassendes Fahrtrainingsprogramm




Nachdem letzte Woche ein beeindruckendes Teaser-Video mit dem Motorstart des neuen Vulcan ins Netz gestellt wurde, hat Aston Martin heute erste Bilder von diesem nicht für die Straße zugelassenen Supersportwagen veröffentlicht. Die Briten beschreiben es als ihr intensivstes und berauschendstes Sportgerät aller Zeiten.

Exterieur

Die Gestaltung der Vulcan-Karosserie wurde vom Aston Martin Designteam rund um Chefdesigner Marek Reichman übernommen und gibt laut den Briten bereits einen ersten Ausblick auf das Design kommender Modelle. Karosserie und Monocoque bestehen komplett aus Kohlefaser und werden vom langjährigen Partner Multimatic gefertigt. Die Frontpartie ist weit heruntergezogen und erhielt zwei kleine LED-Scheinwerfer. Durch den verstellbaren Frontsplitter und den großen Heckflügel wird viel Abtrieb generiert. In der Motorhaube sind zwei Luftauslässe integriert, die die heiße Motorabluft nach außen entlassen. Für die Abgase sind zwei Sidepipes unterhalb der Türen vorgesehen. Das Präsentationsfahrzeug zeigt sich in Aston Martin Racing Green in Kombination mit einem schwarz abgesetzten Dach. Den Kunden steht für die farbliche Zusammenstellung jedoch die gesamte Palette von Q by Aston Martin zur Verfügung.

Interieur

Im Innenraum des Aston Martin Vulcan finden bis zu zwei Personen Platz, die in Rennschalensitzen mit Mehrpunktgurten ans Fahrzeug gebunden werden. Das Armaturenbrett und die Türverkleidungen zeigen nacktes Sichtcarbon in Kombination mit einem orange-farbenen Streifen auf der Mittelkonsole, der hinter dem Instrumentencluster entlangläuft und in der Fahrertürverkleidung endet. Am oben offenen Sportlenkrad sitzt die Mehrzahl der Bedienknöpfe, während am Armaturenbrett und der Mittelkonsole nur je zwei weitere Knöpfe zu finden sind. So kann der Pilot seine Hände am Lenkrad behalten, wo auch die Wippen für die Schaltvorgänge angebracht sind.

Performance

Angetrieben wird der Aston Martin Vulcan von einem sieben Liter großen V12-Triebwerk mit mehr als 800 PS. Das in Frontmittelmotorbauweise angeordnete Aggregat wurde in der Rennabteilung entwickelt und treibt über ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe von Xtrac die Hinterräder an. Ein mechanisches Sperrdifferenzial sorgt für eine schlupffreie Kraftverteilung aus engen Kurven heraus. Vom Motorraum zu den Hinterrädern erstreckt sich ein Magnesiumrohr durch das Monocoque, in dem eine Carbon-Kardanwelle verläuft.
Die Brembo-Bremsanlage verfügt über 380 Millimeter große Carbon-Keramik-Bremsscheiben vorn und 360 Millimeter große Scheiben an der Hinterachse. Das verbaute ABS und die Traktionskontrolle sind vom Fahrer verstellbar. Alle Räder hängen an Pushrod-Aufhängungen, deren Geometrie ein Eintauchen bei harten Beschleunigungs- und Bremsmanövern verhindert. Die Dämpfer rundum sind mit der Dynamic Suspension Spool Valve (DSSV) Technologie von Multimatic ausgestattet und somit verstellbar. Dank der Verwendung von Aufbautechniken aus dem Rennsport übersteigt das Leistungsgewicht das der GTE-Fahrzeuge aus der FIA World Endurance Championship (WEC).

Preis

Den Preis für den Vulcan behält Aston Martin aktuell noch für sich. Allerdings wurde bereits bekannt gegeben, was man mit dem Kauf eines der 24 Vulcan-Exemplare zusätzlich erwirbt, nämlich ein umfassendes Paket, um das eigene Fahrkönnen zu verbessern. Bevor der eigene Vulcan geliefert wird, erhält man die Chance an einem intensiven Fahrtraining auf der Rennstrecke teilzunehmen, das unter Anleitung der Werksfahrer rund um Darren Turner stattfindet. Dabei kommen verschiedene hochklassige Fahrzeuge von Aston Martin, wie der V12 Vantage S, der One-77 und der Vantage in der GT4-Rennversion zum Einsatz, um auf die enorme Leistung des Vulcan vorzubereiten. Zusätzlich wird den Besitzern Zeit im Rennsimulator eingeräumt, um die erlernten Fähigkeiten zu vertiefen. Für die 24 Vulcan-Besitzer werden im Anschluss ab 2016 diverse Rennstrecken-Events angeboten.

Quelle: Aston Martin