Aston Martin DBX Concept - Britische GT-Zukunft

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Erstmals Elektromotoren und Allradantrieb
- Ausblick auf Zukunft des Grand Tourisme
- neue Aston-Martin-Designlinie angedeutet




Mit dem DBX Concept verschiebt Aston Martin auf dem Genfer Auto Salon ein wenig die bisher bekannten Voraussetzungen für klassische GTs. Abgesehen vom Konzeptstatus und der Tatsache, dass es sich um den allerersten Aston Martin mit Elektromotoren und Allradantrieb handelt, soll der DBX ein direkter Ausblick auf den nächsten Viersitzer des Hauses sein.

Als Dr. Andy Palmer sein Designteam mit dem DBX Concept für Genf beauftragte, wünschte er sich ausdrücklich einen Blick über den bisher gewohnten Tellerrand hinaus auf das, was GT-Kunden und -Interessenten in naher Zukunft wünschen könnten. Gleichzeitig sollten Designelemente einfließen, die in den nächsten Jahren auch an neuen Serienmodellen von Aston Martin zu finden sein werden. Das Team rund um Designchef Marek Reichman erschuf ein Coupé, bei dem klassische Linien auf moderne Formen treffen. Die Dachlinie und der Radstand wurden dabei gezielt so gewählt, dass im Innenraum vier Erwachsene bequem Platz finden. Da der Begriff "GT" von Grand Tourisme, also großer Reise abstammt, wurde auch Wert auf ein gut zugängliches Gepäckabteil mit ordentlichem Stauraum gelegt. Dabei kam den Designern zusätzlich der Fakt zugute, dass der DBX ein reines Elektroauto ist und somit vorn Platz für Koffer oder Einkäufe eingeräumt werden kann.

Alle glänzenden Metallteile am Exterieur bestehen aus Aluminium und setzen sich schön von der Lackierung im Farbton "Black Pearl Chromium" ab. Dieser Lackton soll den tiefen Glanz schwarzer Perlen wiedergeben und erhielt dazu eine mikroskopisch feine Chromschicht. Auch innen gibt es Materialien, die im Automobilbau selten oder nie genutzt werden. Das samtartige Nubuck-Leder bildet dabei noch einen eher bekannten Anteil, ist jedoch entgegen der bei Fahrzeugen üblichen Verwendung an einigen Stellen in mehreren Schichten verbaut - vergleichbar mit einem Sandwich. Die Bedienelemente entstanden aus speziell bearbeitetem Aluminium und erhielten goldene, von Hand aufgetragene Verzierungen.

Angetrieben wird das DBX Concept durch vier Radnaben-Elektromotoren, die ihren Strom aus Lithium-Sulfur-Akkus erhalten. Da kein Getriebe und somit auch kein Schalthebel und kein Mitteltunnel nötig sind, wurde hierauf gleich völlig verzichtet, was der Innenraumbreite vorn deutlich zugute kommt. Auch ein Cockpit mit klassisch-manuellen Rundinstrumenten sucht man im DBX vergeblich. Stattdessen erhalten Fahrer und Beifahrer je ein Head-Up-Display. Dazu ist auch direkt auf dem Lenkrad ein Display integriert. Die Scheiben rundum sind mit einer selbstabdunkelnden Schicht ausgestattet. Neben dem klassischen Innenspiegel kommen außen Rückfahrkameras zum Einsatz.

Aston Martin kündigte an, dass man im Feld der luxuriösen GTs tatsächlich ein neues Fahrzeug platzieren möchte, dies jedoch höchstwahrscheinlich vier Türen haben wird. Wann genau die ersten neuen Modelle zu sehen sein werden, bei deren Motorenentwicklung eng mit AMG zusammen gearbeitet wird, ist jedoch weiterhin nicht bekannt.

Quelle: Aston Martin