Koenigsegg Agera RS - Upgrades vom Megacar

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Neues Agera-Topmodell mit 1.176 PS
- Rennstrecken-Tauglichkeit mit Zulassung
- limitiert auf 25 Exemplare




Nachdem Koenigsegg im vergangenen Jahr in Genf mit dem One:1 erstmals ein Megacar mit einem Megawatt Leistung präsentierte, dieses jedoch bereits im Vorfeld ausverkauft war, erhält nun die Agera-Baureihe einige Updates aus dem One:1-Programm. Das Resultat hört auf den Namen Agera RS und wurde ebenfalls in Genf vorgestellt.

Exterieur

Mit dem neuen Agera RS richtet sich Koenigsegg gezielt an Kunden, die ihr Fahrzeug auch auf der Rennstrecke bewegen möchten, ohne gleichzeitig die Alltagstauglichkeit der bisherigen S- und R-Varianten zu verlieren. So bleibt es beim im Kofferraum verstaubaren Dach und dem kleinen Rückfenster, das beim One:1 zugunsten eines Lufteinlasses auf dem Dach entfiel - dieser ist beim Agera RS auf Wunsch ebenfalls erhältlich. Durch den neu gestalteten Frontsplitter, die Winglets vor den Vorderrädern, die Schweller mit Luftleitelementen vor den Hinterrädern, den größeren Diffusor und den Heckflügel mit neuen Endplatten wird der Abtrieb auf 450 Kilogramm bei 250 km/h gesteigert. Die vorderen Radhäuser werden durch größere Luftauslässe entlüftet. Optional erhält auch die vordere Haube zusätzliche Entlüftungsöffnungen. Unterhalb der Frontpartie kann zudem der vom One:1 bekannte aktive Venturi-Flap verbaut werden. Von diesem werden auch die neu gestalteten Außenspiegel übernommen.

Interieur

Im Interieur gibt es je nach Kundenwunsch farbiges Leder und/oder Alcantara in Kombination mit Kontrastziernähten und -kedern. In die Mittelkonsole ist ein Touchscreen-Display für das Infotainmentsystem integriert. Geschaltet wird über Wippen am unten abgeflachten Sportlenkrad. Statt auf klassische Rundinstrumente blickt der Fahrer auch hinter dem Steuer auf ein Display, auf dem alle wichtigen Fahrzeuginformationen eingeblendet werden können. Anstelle der bekannten Sportsitze sind im Agera RS Carbon-Schalensitze verbaut.

Performance

Da in immer weniger Märkten der E85-Kraftstoff (85% Bioethanol im Benzin) erhältlich ist, den Koenigsegg bei den leistungsstarken Modellen zur Erzielung der Höchstleistung nutzte, hat man in Schweden das fünf Liter große Biturbo-Triebwerk überarbeitet. Im Agera RS bringt es der Motor auch mit handelsüblichem Superbenzin auf 865 kW/1.176 PS, was 235 PS pro Liter Hubraum entspricht. Das maximale Drehmoment beträgt 1.280 Newtonmeter, wobei zwischen 2.700 und 6.170 Umdrehungen pro Minute konstant über 1.000 Newtonmeter zur Verfügung stehen. Die Kraftübertragung zu den Hinterrädern erledigt ein sequenzielles Siebengang-Getriebe mit Automatikmodus. Für die Märkte, in denen E85 weiterhin verfügbar ist, lässt sich das Aggregat auf ein Megawatt (1.360 PS) aufrüsten. Optional ist ein aktives Fahrwerk erhältlich, das in Kurven und bei harten Brems- und Beschleunigungsmanövern die Fahrzeughöhe und -neigung beibehält. Zudem verfügt es über adaptive Stoßdämpfer. Die serienmäßige Traktionskontrolle verfügt ebenso wie das ESP über die drei Modi "Wet", "Normal" und "Track". Somit ist gewährleistet, dass die Michelin Pilot Sport Cup2 Bereifung in 265/35 ZR 19 vorn und 345/30 ZR 20 hinten stets mit angepasster Leistung konfrontiert wird. Das fahrfertige Gewicht gibt Koenigsegg mit 1.395 Kilogramm an.

Preis

Die Preisliste für den Agera RS blieb zwar in Genf unter Verschluss, man darf jedoch von einem Einstandspreis im siebenstelligen Bereich ausgehen. Von den geplanten 25 Exemplaren sind bereits 10 im Vorfeld der Messe verkauft worden.

Quelle: Koenigsegg