Fisker Thunderbolt - Vanquish im Carbonkleidchen

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Einzelstück auf Aston-Martin-Basis
- Design vom Dänen Henrik Fisker
- Kleinserienfertigung möglich




Im Rahmen des Concours d'Elegance in Amelia Island/USA stellte der dänische Designer Henrik Fisker gemeinsam mit dem kalifornischen Autohändler Galpin Auto Sports den Thunderbolt vor. Dieser zweisitzige Sportwagen basiert auf dem aktuellen Aston Martin Vanquish und könnte je nach Nachfrage in Kleinserie produziert werden.

Exterieur

Obgleich der Thunderbolt direkt als Aston Martin erkennbar ist: Die Karosserie ist von Henrik Fisker komplett neu gestaltet worden. Die Front zeigt den typisch geformten Kühlergrill, neben dem rechts und links dreieckige Lufteinlässe angeordnet sind. Auf der Motorhaube ist ein großer Powerdome angeordnet, um die Leistungsfähigkeit des Zwölfzylinders optisch zu betonen. Einzigartige Scheinwerfer mit schmalem Tagfahr-LED-Leuchtband sorgen für gute Sicht bei Nacht. Hinter den Vorderrädern befindet sich ein Luftauslass, der in einer tropfenförmigen Vertiefung sitzt und mit einer Designblende veredelt wurde. Das Heckfenster zieht sich ein wenig um die C-Säulen herum. Je zwei LED-Bänder bilden links und rechts die Rückleuchten des Fisker Thunderbolt. Durch eine Tieferlegung um 15 Millimeter werden die 21 Zoll großen Leichtmetallräder gut in Szene gesetzt.

Interieur

Auch das Interieur wurde von Fisker neu gestaltet. Zentral auf dem Armaturenbrett sitzt ein "Curved Control Screen" von Panasonic mit 11,6 Zoll Bildschirmdiagonale. Dieser kommt erstmals in einem Automobil zum Einsatz, sorgt durch seine hohe Auflösung sowie die reflektionsreduzierende Wölbung für hervorragende Bildqualität und ist zudem in der Höhe verstellbar. Ein wenig tiefer sitzt ein Skelettchronograph der Schweizer Manufaktur Maurice Lacroix. Das naturbraune Leder stammt von der italienischen Gerberei Natuzzi und wird partiell durch beigefarbene Kontraststeppung veredelt. Mittig im Fond ist eine Transportmöglichkeit für bis zu zwei Wein- oder Champagnerflaschen integriert worden.

Performance

Am sechs Liter großen V12-Saugmotor verändern Fisker und Galpin Auto Sports nichts. Somit stehen im Thunderbolt die gleichen 424 kW/576 PS sowie 630 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, wie im Vanquish auf dem er basiert. Auch die Achtgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad bleibt erhalten und transferiert die Leistung zu den Hinterrädern. Bei den Fahrleistungen dürfte ebenfalls keine große Abweichung herrschen, der Vanquish spurtet in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht maximal 322 km/h.

Preis

Noch ist keine endgültige Entscheidung über eine Kleinserienfertigung des Thunderbolt gefallen. Diese hat, wenn sie denn stattfinden sollte, nichts mit der Serienfertigung von Aston Martin zu tun. Die Fertigung würde auf Basis von bereits produzierten Aston Martin Vanquish in den USA vollzogen und anschließend der Verkauf ausschließlich über Galpin Auto Sports ablaufen. Zudem würden die Serienfahrzeuge eine anders gestaltete Frontpartie erhalten, die in unserer Fotogalerie anhand des roten Fahrzeugs angedeutet ist. Auch der Panasonic-Bildschirm würde vorerst zugunsten eines anderen Infotainmentsystems entfallen, da er sich momentan noch im Prototypenstadium befindet. Zu eventuellen Preisen machten weder Henrik Fisker noch Galpin Angaben.

Quellen: Galpin Auto Sports und Henrik Fisker