Tesla Model S - Software-Update 6.2

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Ladestationen in Navigation einbezogen
- neue Fahrassistenzsysteme
- P85D läuft jetzt 250 km/h schnell

Tesla-Gründer Elon Musk präsentierte am Wochenende das neueste Software-Update 6.2 für den Tesla Model S. Mit dieser überarbeiteten Software erhält das beliebte Elektro-Auto mehr künstliche Intelligenz, um Reichweitenängste der Kundschaft besser abbauen zu können. Zudem beinhaltet das Update auch neue Fahrassistenzsysteme.
 
Im Navigationssystem des Model S, das im Cockpit über den riesigen Bildschirm in der Mittelkonsole angezeigt wird, ist ab jetzt ein Trip Planer und eine Reichweitenberechnung enthalten. Durch diese Funktionen sind auch weite Reisen problemlos machbar. Die berechneten Karten orientieren sich an den bislang von Tesla verbauten Schnell-Ladestationen. Allein in den USA wohnen 90% der Bevölkerung in einem Radius von 175 Meilen rund um einen Tesla Supercharger. Wenn die etwas langsameren Tesla Destination Charger mit ins Kalkül gezogen werden sind es sogar 95% der US-Bevölkerung. Wenn die Navigationssoftware erkennt, dass für den gewünschten Trip ein Nachladen der Akkus unumgänglich ist, werden entsprechende Ladestationen eingeplant.

Durch die Tesla-App auf dem Smartphone werden Besitzer des Model S informiert, sobald die Akkuladung ausreicht, um den nächsten Reiseabschnitt bis zur kommenden Ladestation oder zum Reiseziel zurückzulegen. Die voraussichtlichen Ladezeiten entlang der Route werden zudem im Navigationsbildschirm angezeigt und in die Reisedauer einbezogen. Auch bei Fahrten, die ohne Navigationsunterstützung durchgeführt werden, überwacht die Software im Hintergrund konstant den Ladezustand der Akkus und gibt dem Fahrer rechtzeitig Hinweise, um bis zur nächsten Ladestation zu gelangen.
 
Neue Fahrerassistenzsysteme machen das Fahren im Model S nun noch komfortabler. Nachdem mit dem letzten Software-Update im Herbst 2014 die Autopilot-Funktion für Highways und Autobahnen eingeführt wurde, erhält die Limousine nun die automatische Gefahrenbremse mit Kollisionsvermeidungsassistent, einen Toter-Winkel-Assistent für den Geschwindigkeitsbereich zwischen 30 und 140 km/h sowie den so genannten Valet Modus. Letzterer limitiert auf Knopfdruck die Leistung des Model S und sperrt den Zugang zu bestimmten Einstellungen. Gerade in den USA wird diese Funktion gern genutzt, da dort häufiger Fahrzeuge am Eingang zu Hotels und Veranstaltungsorten an Mitarbeiter eines Valet-Service abgegeben werden, die dann das Parken übernehmen. In der jüngeren Vergangenheit tauchten jedoch immer wieder Youtube-Videos von "Testfahrten" auf, die von diesen Valet-Parkern ohne das Wissen der Fahrzeugbesitzer unternommen wurden. Der Valet-Modus schiebt diesen Unternehmungen einen Riegel vor.

Als letzter Bestandteil des Software-Updates auf Version 6.2 erhält der Tesla Model S P85D eine auf 250 km/h erhöhte Höchstgeschwindigkeit.
 
Quelle: Tesla