Ultima Evolution - Gruppe C für die Straße

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Drei Leistungsstufen mit bis zu 1.034 PS
- als Coupé oder offenes Convertible
- LED-Beleuchtung rundum




In den 1980er Jahren gab es eine Rennserie, die zu fantastischen Rennwagen führte: Die Gruppe C. In Le Mans erreichten die schnellsten Bewerber dieser Liga auf der damals noch schikanenlosen Hunaudières-Geraden Geschwindigkeiten über 400 km/h und nicht wenige Fans wünschten sich ein solches Gefährt mit Straßenzulassung. Anfang der 90er Jahre verstarb die Serie an Herstellerschwund und Unterfinanzierung, der Traum jedoch blieb. Einige Rennfahrzeuge erlangten auf Umwegen tatsächlich Nummernschilder, den ernsthaftesten Versuch, die Optik und Leistung der Gruppe C auf öffentliche Straßen zu bringen, wurde jedoch erst Jahre später durch die britische Firma Ultima Sports Ltd. unternommen. Mit dem Coupé GTR und dem offenen Can-Am begeistert man seitdem weltweit Kunden. Nun erhalten beide Modelle eine Überarbeitung und einen neuen Namen: Als Evolution Coupé und Evolution Convertible geht es weiter.

Exterieur

Optisch erinnert der Ultima Evolution ohne Frage an die Gruppe-C-Ära. Einer flachen Front mit Vertiefung zwischen den Radhäusern folgen eine Panorama-Windschutzscheibe, eine knapp geschnittene Pilotenkanzel und die Abdeckung des direkt hinter den Passagieren sitzenden Triebwerks. Am Heck sorgt ein breiter, einstellbarer Flügel für viel Anpressdruck, wobei er durch einen Carbonsplitter vorn unterstützt wird. Beim Convertible entfällt neben der hohen Frontscheibe auch das Dach nebst Lufteinlass. Stattdessen gibt es minimalen Windschutz durch niedrige Scheiben vorn und an den Seiten. Hinter Fahrer und Beifahrer sorgt ein massiver Überrollbügel für Sicherheit. Im Vergleich zum bislang gebauten GTR verspricht Ultima eine deutlich höhere Verarbeitungsqualität, da für die Karosserieteile aus GFK neue Formen zum Einsatz kommen und auch das Rohrrahmen-Chassis komplett überarbeitet wurde. Zudem stehen neun neue Lackfarben zur Auswahl.
Vorn kommen Full-LED-Scheinwerfer inklusive Tagfahrleuchten zum Einsatz und auch die seitlichen Blinker und die Rückleuchten vertrauen auf Leuchtdioden. In den Radhäusern sitzen 18 Zoll große Schmiedefelgen mit dem Ultima Evolution Logo auf den Radnaben und gripstarken Michelin-Pneus auf der Lauffläche, deren Dimensionen vorn 245/35 ZR 18 und hinten 335/30 ZR 18 betragen. Die Außenspiegel wurden neu positioniert, um die Rundumsicht zu verbessern.

Interieur

Dem Fahrer steht beim Ultima Evolution die Wahl zwischen zwei verschiedenen, unten abgeflachten Sportlenkrädern frei, die beide mit diversen Tasten ausgestattet sind. So lassen sich Blinker, Hupe, Fernlicht, Scheibenwischer und Warnblinkanlage bequem bedienen, ohne die Hände vom Steuer nehmen zu müssen. In der erweiterten zweiten Lenkradvariante sind zudem im oberen Kranzbereich Anzeigen für Runden- und Zwischenzeiten, Schaltzeitpunkte und ähnliches integriert.
Zwischen den Sitzen findet sich ein neuer Schalthebel mit Schnellschaltmechanismus und ein aus dem vollen gedrehter Edelstahlhebel für die Handbremse. Dazu gibt es ein neu gestaltetes Armaturenbrett mit besser angeordneten Belüftungsdüsen und Tachoskalen, die farblich auf die Leichtmetallräder außen am Fahrzeug abgestimmt sind. Beim Coupé wird der vollwertige Überrollkäfig komplett mit Leder bezogen. Passend dazu tragen die Sitze perforiertes Leder mit Alcantara-Einlegern sowie Kedern und Nähten in Kontrastfarbe. Zur optionalen Ausstattung zählt eine Einparkhilfe mit Sensoren und Rückfahrkamera, die ihr Bild auf einem Display auf der Beifahrerseite anzeigt, das auch für das Radio und das Navigationssystem genutzt wird. Dank iPod-Anschluss und Bluetooth-Einbindung kann der Fahrer unterwegs seiner Lieblingsmusik lauschen - sofern er diese über das Brabbeln des Motors hinweg wahrnimmt.

Performance

Ultima bietet den Evolution in drei Leistungsstufen an. Alle drei basieren auf V8-Motoren von Chevrolet, deren Kräfte durch ein manuelles Porsche-Sechsgang-Getriebe auf die Hinterräder übertragen werden.
Version 1
Ein 6,2 Liter großer V8-Saugmotor (LS3) mit 358 kW/487 PS bildet die Einstiegsmotorisierung und katapultiert den Ultima Evolution in 3,1 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (rund 96 km/h). Als Höchstgeschwindigkeit geben die Briten mehr als 290 km/h an.
Version 2
Durch 0,8 Liter mehr Hubraum und die Verwendung hochwertiger Corvette-Komponenten erlangt der LS7-V8 in der mittleren Leistungsstufe des Ultima Evolution 522 kW/710 PS. Diese genügen, um ihn in 2,6 Sekunden auf 60 mph und in 5,3 Sekunden auf 100 mph (rund 161 km/h) zu beschleunigen, während maximal rund 322 km/h möglich sind.
Version 3
Als neues Topmodell rollt der Ultima Evolution mit einem 6,8 Liter großen V8-Triebwerk heran, dessen Brennräume durch einen Kompressor zusätzlich unter Druck gesetzt werden. Gewaltige 761 kW/1.034 PS sind das Ergebnis. Nach nur 2,3 Sekunden soll laut Ultima der Spurt auf 60 mph beendet sein, nach oben begrenzt die Getriebeabstufung bei rund 386 km/h den Vorwärtstrieb.

Preis

Die Einstiegsvariante mit 358 PS schlägt in Großbritannien mit 70.000,- GBP (rund 95.000,- €) zu Buche, während die Topversion für 96.000,- GBP (rund 131.500,- €) angeboten wird. Dabei handelt es sich um fertige Autos. Für handwerklich begabte Kunden steht auch weiterhin die Möglichkeit offen, den Evolution als Kitcar inklusive aller Originalteile und Triebwerk für 38.000,- GBP zu kaufen - das entspricht rund 52.500,- €.

Quelle: Ultima Sports Ltd.