Holden Commodore Sandman - Typisch Australien

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Sondermodell mit Anklängen der 70er
- typisch australische Ideen
- für Surfer und Fans des Originals




Wie in der Natur, wo die Evolution für jeden Kontinent und einige Inseln eigene Tiere und Pflanzen hervorgebracht hat, gibt es auch in der automobilen Welt unterschiedlichste Auswüchse des vierrädrigen Themengebietes. Einige verstehen wir als Mitteleuropäer sehr gut, andere werden uns vermutlich für immer unerklärbar bleiben. Dazu zählt unter anderem die australische Angewohnheit, leistungsstarke V8-Motoren in handelsübliche Mittel- und Oberklassefahrzeuge zu verbauen und von diesen Modellreihen dann auch "Ute" genannte Pickup-Versionen anzubieten. Wenn dann noch Sondermodelle im Anklang an die wilden 1970er Jahre aufgelegt werden, ist für unser Verständnis eh alles zu spät. Vorhang auf für den Holden Commodore Sandman, den die Australier sowohl als Ute wie auch als Sportwagon anbieten.

Exterieur

Australien hat allein schon aufgrund der geografischen Besonderheiten eine große Anziehungskraft auf Surfer. Nicht umsonst gibt es sogar einen Ort mit dem schönen Namen "Surfers Paradise". Viele dieser Wassersportler eint die Freude an auffälligen Farben und Mustern, die sie nicht nur auf ihren Surfbrettern, sondern gern auch an weiteren Gegenständen ihres täglichen Lebens nutzen. Daher kam 1974 mit dem ersten Holden Sandman ein Sondermodell auf den Markt, das optisch genau in die Zielgruppe passte. Auch die 2015er Neuauflage greift die wilden Farben wieder auf. Während die Karosserie nur in Heron White, Nitrate Silver oder Phantom Black lackiert werden kann, zieren grellorange-farbene Zierstreifen die Seiten, die Motorhaube und die Heckklappe. In den Radhäusern sitzen 20 Zoll große, schwarz lackierte Leichtmetallräder. Auch Kühlergrill, seitliche Luftauslässe und der Dachträger beim Sportwagon sowie der Überrollbügel des Ute sind schwarz hervorgehoben.

Interieur

Zum Serienumfang im Interieur des Commodore Sandman zählen Ledersitze mit farbigen Kontrastnähten und spezielle Fußmatten. Oberhalb des Handschuhfaches ist der "Sandman"-Schriftzug eingestickt. Für wahre Surf-Freunde und Fans der legendären Holden Sandman-Modelle aus den 70ern steht zudem die Möglichkeit offen, orange-farbenes Lammfell auf den Sitzmittelbahnen zu erhalten. Auch der Kofferraumboden des Sportwagon lässt sich mit entsprechendem Belag ordern. Beim Sportwagon zählen zudem Sonnenrollos in der zweiten Sitzreihe zur Serienausstattung.

Performance

Das Sandman-Sondermodell ist wahlweise auf Basis des Commodore SV6 oder auf Basis des Commodore SS-V erhältlich. Beim SV6 treibt ein 3,6 Liter großes V6-Triebwerk mit Benzindirekteinspritzung und 210 kW/286 PS sowie 350 Newtonmetern über ein Sechsgang-Automatikgetriebe die Hinterräder an. Der SS-V verfügt über einen sechs Liter großen V8-Motor mit 260 kW/354 PS und 517 Newtonmeter Drehmoment, die ebenfalls über eine Sechsstufenautomatik auf die Hinterräder übertragen werden.

Preis

Erste Auslieferungen des Commodore erfolgen ab Juni. Sowohl beim Commodore Sportwagon als auch beim Ute kostet das Sondermodell 2.950,- AUD (rund 2.113,- €) Aufpreis im Vergleich zum jeweiligen SV6- oder SS-V-Basismodell.

Quelle: Holden