Lotus - 40.000 Fahrzeuge mit Alu-Klebe-Chassis

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Geklebtes Alu-Chassis war 1995 Novum
- seitdem diverse Ableger der Elise
- Nummer 40.000 ist ein Sondermodell




1995 präsentierte Lotus auf der IAA in Frankfurt am Main einen neuen kleinen Sportwagen, der nicht nur aufgrund seines Designs zu begeistern wusste. Wichtiger für technikbegeisterte Betrachter war das Chassis unter den gut getroffenen Formen. Erstmals in der Automobilgeschichte hatten die Briten es geschafft, stranggepresste Aluminiumprofile durch einen speziellen Kleber zu verbinden, anstatt sie nur klassisch zu vernieten. Dadurch ergaben sich neue Spitzenwerte bei der Torsionssteifigkeit und insgesamt ein geringeres Gesamtgewicht.

Die neue Elise war also ein Fahrzeug, das absolut in der klassischen Tradition von Lotus-Gründer Colin Chapman stand: So leicht wie möglich und ohne unnötigen Schnickschnack an Bord. Das erkannten auch Lotus- und Sportwagenfans weltweit schnell und griffen begeistert zu. In den Folgejahren wurde die "Small Car Platform" weiter verbessert während weitere Ableger wie die Exige und der 340R entstanden. 2000 folgte die zweite Generation der Elise, der erneut eine Exige sowie der Europa und der 2-Eleven folgten. Zudem gab es eine Kooperation mit Opel, die auf der Basis der Elise von 2001 bis 2005 den Speedster bei Lotus fertigen ließen. Das Chassis wiegt inzwischen nur noch 68 Kilogramm.

In dieser Woche wurde ein neuer Meilenstein erreicht: Das 40.000ste Fahrzeug mit dem kleinen Aluminium-Chassis lief im britischen Hethel vom Band. Dabei handelt es sich um das erste Kundenfahrzeug der Elise S 20th Anniversary Special Edition, mit der aktuell das 20-jährige Jubiläum der kleinen Baureihe gefeiert wird.

Quelle: Lotus