Zagato Maserati Mostro - Zurück in die Zukunft

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Inspiriert vom 1957er 450 S Costin
- Maserati-V8 vorn unter der Haube
- Kleinstserie von fünf Exemplaren




Im Rahmen des Concours d'Elegance an der Villa d'Este am Comer See in Italien stellt Zagato seine neueste Kreation "Mostro" auf Maserati-Basis vor. Das italienische Designhaus ist zwar ein Jahr zu spät dran, um das 100-jährige Jubiläum von Maserati zu feiern - das Ergebnis kann trotzdem überzeugen. Als Inspiration wurde das Maserati 450 S Coupé Costin Zagato mit dem Spitznamen "Monster" von 1957 herangezogen, das damals für Sir Stirling Moss und die 24 Stunden von Le Mans gebaut wurde.

Exterieur

Ähnlich wie das Costin-Coupé wurde auch der neue Mostro als reinrassiges Rennfahrzeug mit Straßenzulassung entwickelt. Als Chassis dient eine Mono-Zelle aus Kohlefaser an die sich mittig ein Stahlrohrkäfig rund um das Cockpit und vorn ein Hilfsträger für den Motor und hinten ein weiterer Hilfsrahmen für Tank, Getriebe, Hinterachse und Abgasanlage anschließen. Für die Gestaltung der darüber angebrachten Kohlefaserkarosserie arbeitete das Zagato-Designteam rund um Norihiko Harada zwar mit der klassischen Silhouette des 450 S Costin, brachte jedoch auch moderne Elemente mit in die Form ein. So zum Beispiel die weit ins Dach reichenden und nach vorn-oben öffnenden Türen. Die Rundung der vorderen Kotflügel bestimmt die komplette Formgebung der Frontpartie und wird erst an den Türen durch die Wölbung des hinteren Kotflügels abgelöst. Pures Sportwagendesign der 50er trifft auf die Jetztzeit. Am Heck sorgt beim Präsentationsfahrzeug ein großer Flügel für Anpressdruck. Passend zum Costin-Coupé wurde das erste Exemplar des Mostro in schwarz lackiert.

Interieur

So, wie man es von typischen Rennwagen kennt, sieht es auch im Interieur des Mostro aus. Zwei Schalensitze erwarten die Passagiere und halten sie mittels Vierpunktgurten am Platz. Das Armaturenbrett ist spartanisch-sportlich gestaltet und bietet keinerlei Ablenkung für den Fahrer. Hinter dem abnehmbaren Sportlenkrad sitzt ein frei programmierbares Informationsdisplay. Ansonsten gibt es vier Belüftungsdüsen, den Schalthebel des semi-automatischen Getriebes und eine Bedieneinheit mit einigen Knöpfen. Auf Radio, Klimaanlage oder Entertainmentsystem wurde zugunsten eines guten Leergewichts verzichtet. Immerhin bringt der Zagato Maserati Mostro lediglich 1.000 Kilogramm auf die Waage.

Performance

Zu den technischen Daten des V8-Triebwerks unter der langen Motorhaube gibt Zagato nur wenig bekannt, außer dass es in Frontmittelmotorbauweise eingebaut wurde und über eine Trockensumpfschmierung verfügt. Der Motor stammt in seinen Grundzügen von Maserati und ist mit einem in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse verbauten semi-automatischen Sechsgang-Getriebe verknüpft. Gerüchteweise stehen rund 460 PS aus 4,2 Litern Hubraum zur Verfügung. Die Aufhängungen vorn und hinten können durch die doppelten Dreiecksquerlenker sowie Pushrod-Betätigungen für die Feder-Dämpfer-Einheiten ihre Abstammung aus dem Rennsport kaum verbergen. Durch die Reifen in den Größen 255/40 R 19 vorn und 295/35 R 19 hinten wird hervorragender Grip zur Straße aufgebaut.

Preis

Lediglich fünf Exemplare des Zagato Maserati Mostro werden entstehen und alle wurden bereits durch Zagato-Sammler vorbestellt. Alle Fahrzeuge sollen noch vor Ende des Jahres fertiggestellt werden. Über den Preis hüllen sich die Italiener in Schweigen.

Im Laufe dieser Woche fand auf der firmeneigenen Teststrecke ein Event für Besitzer von Zagato-Fahrzeugen statt, in dessen Verlauf der Mostro erstmals gezeigt wurde. Im anhängenden Video kann er vor allem auch gehört werden:

Quelle: Zagato