Koenigsegg One:1 - Inoffizieller Rekord in Suzuka

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Erstes Megacar auf F1-Strecke in Suzuka
- inoffizieller Rundenrekord aufgestellt
- nicht am Limit unterwegs gewesen




Am vergangenen Wochenende fand das vierte "Sounds of Engines"-Event auf der Formel-1-Rennstrecke im japanischen Suzuka statt. Erstmals mit dabei war die schwedische Sportwagenfirma Koenigsegg, die ihr Megacar, den One:1 mitbrachten. Ebenfalls im Handgepäck befand sich Cheftestfahrer Robert Serwanski, der einige VIPs und Vertreter der japanischen Presse um den Kurs chauffierte.

Da es seine ersten Runden auf dieser Strecke waren, ging er verständlicherweise nicht ans Limit. Hinzu kam der Faktor, dass die Bremsbeläge des One:1-Werksprototypen vor der Japanreise nicht mehr gewechselt worden waren und langsam an ihre Abnutzungsgrenze kamen. Keine guten Voraussetzungen, um das 1.360 PS starke Fahrzeug auf Rekordkurs zu bringen. Ja, Sie haben gerade richtig gelesen. Der Koenigsegg One:1 hat einen 1.360 PS starken V8-Biturbomotor im Heck - oder anders ausgedrückt: 1.000 kW, was exakt einem Megawatt entspricht. Ein Rekord für sich, der von Firmengründer Christian von Koenigsegg jedoch bereits im März 2014 in Genf enthüllt wurde.
 
Neben dem Werksprototypen gibt es lediglich sechs Kundenfahrzeuge des One:1. Falls Sie gerade spontanes Interesse verspüren kommen Sie leider zu spät, die Kleinstserie mit einem Grundpreis von rund 2,3 Millionen Euro pro Fahrzeug war bereits vor der offiziellen Premiere ausverkauft. Umso schöner, dass Koenigsegg den Werkswagen aktuell auf einigen Rennstrecken zeigt. Doch zurück zu unserer Überschrift.
 
Obwohl der Wagen wie beschrieben nicht an seine Grenzen gebracht wurde und Robert Serwanski die Strecke gerade erst kennenlernte, zeichnete die fahrzeugeigene Datenaufzeichnungseinheit eine beste Rundenzeit von 2:17,57 Minuten auf. Nach einem schnellen Quercheck durch das Internet konnte bislang nur eine weitere Rundenzeit eines Serienautomobils gefunden werden, die an diesen Wert annähernd herankommt: eine 2:18,36 Minuten von einem Nissan GT-R. Da es beim "Sounds of Engines"-Festival keine offizielle Zeitnahme gab, wertet Koenigsegg selbst diese Rundenzeit nur als inoffiziellen Rekord, der jedoch deutlich aufzeigt, was mit dem One:1 möglich ist - man stelle sich neue Bremsen und einen Fahrer mit Streckenkenntnis am Steuer vor.

Koenigsegg hat ein Onboard-Video aus Suzuka veröffentlicht:


Aller Voraussicht nach wird der One:1-Werkswagen am 2. und 3. Juni bei den Modena Trackdays in Spa-Francorchamps dabei sein, wo auch das Team von carsdaily.de vor Ort ist. Wer bis dahin schon einmal hören möchte, wie ein Kaltstart eines 1.360 PS starken Motors klingt und welche Auswirkungen das auf daneben stehende Ferraris hat, kann das folgende Video ansehen:

Quelle: Koenigsegg